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Immer wenn ich in der Bäckerei dort die Rohrnudeln liegen sehe, fallen mir die Rohrnudeln meiner Großmutter ein. Leider sind sie ihr in ihrem Gasherd, immer sehr dunkel geraten. Deswegen hab ich sie seit dem sie von uns gegangen ist, in der Bäckerei genossen, wo sie so schön hell und sanft gebacken waren. Mein Vater sagte immer spaßeshalber, ach gibt’s wieder Briketts. Gemocht hat er sie genau so, wie der ganze Rest der Familie. Ich hatte mit ihr allerdings immer eine Auseinandersetzung, wenn sie sie mit Kirschen füllen wollte. Seit ich im Urlaub in Ungarn, kiloweise Kirschen gegessen habe und eine Frau meinte, die Würmer machen ihnen wohl nix aus, habe ich eine Wurmphobie. Da war wirklich in jeder Kirsche ein Wurm und seit dem esse ich keine Kirsche mehr, in die ich nicht einen Kontrollblick geworfen habe. Ja und so wurden auch alle Kirschen in den Rohrnudeln, meiner Kontrolle unterzogen. Ich mag sowieso am liebsten Zwetschgen in den Rohrnudeln und ich stelle immer mehr fest, dass Zwetschgen zu meinem absoluten Lieblingsobst gehören. Also in meine Rohrnudeln kamen natürlich Zwetschgen. Ich habe ein anderes Rezept genommen und sie sind mir wirklich gut gelungen. Oft waren sie am nächsten Tag immer ein bisschen fest und trocken, nein bei dem Rezept waren sie am Tag danach genau so fluffig, wie am Backtag.

Zutaten:

500 g Mehl
2 Eier
125 ml lauwarme Milch
50 g Zucker
20 g Hefe oder ein Päck. Trockenhefe
8 Würfelzucker (habe ich weggelassen)
Fett und Butter für die Raine
Butter zum Bestreichen
Zucker zum Bestreuen

 

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Kuhle hineindrücken. Die frische Hefe in eine Tasse mit lauwarmer Milch bröseln und einem TL Zucker verrühren bis sie sich aufgelöst hat und in die Kuhle des Mehls geben. Mit etwas Mehl anrühren. Kurz gehen lassen. (Die Bayern nennen das Dampferl/den Vorteig). Verwenden man Trockenhefe, kann man sich den Vorteig sparen. Einfach die Trockenhefe in die Kuhle geben, dann die lauwarme Milch darauf und kurz verrühren.

Die restlichen Zutaten nun in die Schüssel geben und mit dem Knethaken verkneten. Ich habe den Teig noch zweimal durchgeknetet und wieder gehen lassen. Ist er das letzte Mal auf etwa die doppelte Größe gegangen herausnehmen und ein letztes Mal kräftig durchkneten und aus dem Teig Kugeln formen. Für eine kleinere Raine ca. 8 Kugeln. Für eine größere ca. 10 Kugeln. Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Wer will kann in je eine Zwetschge und 1 Stück Würfelzucker geben. Mir ist das zu süß, darum bekommen meine Zwetschgen keine Zuckerwürfelchen. Je eine Zwetschge (ich habe 1 1/2 Zwetschgen genommen) in die Mitte jeder Kugel geben und mit dem Teig gut verschließen.

In eine gefettete und gezuckerte Raine legen. Bei 160 – 180 Grad ca. 30 – 40 Minuten backen. Immer wieder mit Butter bestreichen.

Wenn die Rohrnudeln schön braun sind, aus dem Ofen nehmen. Kurz stehen lassen und anschließend auf ein Blech stürzen. Wenn sie noch warm sind, mit Zucker bestreuen.

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