Sächsische Rhabarberschnitten


Wie so oft schon, hat mich Eva von ichmussbacken mit einem Rezept inspiriert. Ich konnte mir es nicht vorstellen, Mürbeteig, Erdbeermarmelade, Löffelbiskuit, Rhabarber und ein Guss aus Sahne und Eiern. Ich muss gestehen, während ich den Kuchen gemacht habe, habe ich mich gefragt, ob es denn tatsächlich einen so aufwendiger Kuchen sein muss, den ich mir da ausgesucht habe? Nachdem er allerdings fertig war, war meine Antwort ganz klar „JA“. Er schmeckt vorzüglich und alle die ihn probiert hatten, waren der gleichen Meinung. Manchmal darf es eben gerne ein bisserl mehr sein. Ich muss allerdings gestehen, dass ich ein paar Änderungen vorgenommen habe, die sich bei der Herstellung so ergeben haben. Mein Mürbeteig wird immer ohne Ei gemacht, ich habe mehr Löffelbiskuits gebraucht, ein Ei mehr für den Guss und etwas mehr Schlagrahm.

Für ein Backblech und einen Back-Rahmen

Zutaten Mürbteig:

450 g Mehl
150 g Puderzucker
300 g Butter
1 Prise Salz
1 EL Vanillezucker

Zutaten Füllung:

250 g Erdbeermarmelade
400 g Löffelbisquit
1500 g Rhabarber

Zutaten Topping:

250 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Marzipan (Zimmertemperatur)
6 Eier (Zimmertemperatur)
250 ml Schlagrahm
40 g Mehl

Zimtzucker:

80 g Zucker
1 gestrichener Teelöffel Zimt

Zubereitung:

Für den Mürbeteig, Mehl, Zucker und die Butter, die in kleine Stückchen geschnitten werden sollte, in die Küchenmaschine geben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Mürbteig etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Back-Rahmen auf die Größe des Blechs einstellen und auf das Backpapier setzen.

Den Mürbteig, auf die Größe des Back-Rahmens ausrollen und auf das Backpapier im Back-Rahmen legen. Mit den Händen den Mürbteig evtl.. an freien Stellen verteilen und am Rand andrücken, so dass dieser den gesamten Back-Rahmen gleichmäßig ausfüllt. Im Backofen ca. 10-15 Minuten zart anbacken. Die Oberfläche sollte leicht gelbbraun angebacken sein.
Während der Mürbteig im Backofen ist, das Topping zubereiten. Dafür Marzipan mit ca. 50 g weicher Butter zu einer homogenen Masse rühren. Die restliche Butter dazu geben schaumig rühren. Nach und nach die Eier dazuzugeben und gut unterrühren. Zuletzt den Schlagrahm einrühren und dann das Mehl.

Den zart angebackenen Mürbteigboden aus dem Backofen nehmen, kurz auskühlen lassen. Jetzt die Löffelbiskuits eng nebeneinander auf den Boden geben (ggf. zuschneiden). Den Rhabarber gleichmäßig darauf verteilen. Das Topping darüber gießen, über dem Rhabarber verteilen und glatt streichen. Es sollte der Rhabarber übergossen sein.
Im Backofen ca. 40 Minuten backen. Der Kuchen sollte schön goldgelb sein.

Zucker und Zimt vermischen und gleichmäßig über den noch heißen Kuchen streuen.

Apfelkuchen mit Zimtstreusel


Auf meinen unendlichen Streifzügen durchs Internet, lande ich immer wieder auf ganz tollen Seiten mit noch tolleren Rezepten. Diesmal bin ich auf dem Blog von Zungenzirkus gelandet und dort hat mich das Rezept für den Apfelkuchen mit den Zimtstreuseln spontan angesprochen. Apfelkuchen geht ja eigentlich immer und muss oft nicht aufwendig sein. Ich habe ihn gebacken und er ist sehr lecker geworden. Vielleicht habt auch Ihr Lust, das Rezept mal zu versuchen.

Zutaten Rührteig
5 Eier
5 große Äpfel
160 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
Abrieb ½ Zitrone
1 TL Rum
170 g Mehl
1½ TL Backpulver
180 g Butter
1 Prise Salz
1 EL Zitronensaft

Zutaten Zimtstreusel
150 g Mehl
85 g Butter
80 g Zucker
1 TL Zimt

Zubereitung Zimtstreusel

Zutaten mit den Fingerspitzen verkneten (ich nehme dazu meine Küchenmaschine), bis lockere Streusel entstehen, ggf. knete ich mit den Fingern etwas nach. Die Streussel kalt stellen.

Zubereitung Rührteig

Den Backofen auf 180° C Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Den Boden Springform (24 cm) gut einfetten und bemehlen.
Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
Die Äpfel schälen, vierteln und das Kernhaus entfernen. In feine Scheiben schneiden (geht super mit einem Gemüsehobel) und mit dem Zitronensaft beträufeln. Das Mehl und das Backpulver in einer Schüssel gut vermengen. In einer Schüssel die Eier, mit dem Zucker und der Prise Salz auf höchster Stufe ca. 5 Minuten hell aufschlagen. Den Rum und den Zitronenabrieb dazu geben, dann das Mehl und die flüssige Butter mit einem Schneebesen unter die Masse ziehen. Die Apfelscheiben dazugeben und alles vorsichtig vermengen. In die Springform geben und die Zimtsreusel locker auf dem Kuchen verteilen.
Ca. 60 – 75 Minuten backen, zur Kontrolle die Stäbchenprobe machen. Der Kuchen ist fertig, wenn sich die Apfelscheiben weich anfühlen. Sollten die Streusel zu dunkel werden, den Apfelkuchen mit Backpapier abdecken.

Rezept von https://www.zungenzirkus.de/

Nusskuchen ohne Mehl – mit Zimtglasur


Da ich noch so viele Nüsse von Weihnachten übrig habe, habe ich nach einem Rezept für einen Nusskuchen gesucht. Ich habe natürlich nach einem ausgefallenen Rezept gesucht und weil mir die Lebkuchen ohne Mehl so gut geschmeckt haben, war ich natürlich begeistert ein Rezept zu finden, das auch ohne Mehl ist. Der Kuchen ist sensationell saftig und lecker.

Zutaten:

5 Eier
250 g Zucker
2 Pck. Vanillezucker
300 g gemahlene Nüsse (Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln oder gemischt
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Zubereitung:

3 Eier trennen. Das Eigelb mit zwei aufgeschlagenen Eiern, Zucker und Vanillezucker sehr schaumig aufschlagen, bis keine Zuckerkristalle mehr zu sehen sind. Das Eiweiß separat steif schlagen.

Die gemahlenen Nüsse mit dem Backpulver und der Prise Salz vermengen und unter die Eigelbmischung ziehen. Das Ganze kräftig verrühren. Das steifgeschlagene Eiweiss unter die Nussmasse heben.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Rand fetten. Den Nusskuchen-Teig einfüllen und bei 175°C Ober-/Unterhitze für ca. 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Die „Stäbchenprobe“ gibt Auskunft darüber, ob der Kuchen gar ist. Einfach mit einem Holzstäbchen in den Nusskuchen stechen. Bleibt keine Teigmasse daran kleben, ist der Kuchen fertig.

Zimtglasur

Zutaten:

100 g Puderzucker
3 TL Zimt
15 ml Wasser

Zubereitung:

Staubzucker und Zimt in einer Schüssel miteinander verrühren. Das heiße Wasser langsam unterrühren und die Glasur auf dem Kuchen verteilen.

Passionsfrucht-Cheesecake-Törtchen mit Gewürz-Ananas


Meine liebe Blog-Freundin Maren von Malus Köstlichkeiten, schafft es immer wieder, dass mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Mit diesem Rezept hat sie es auch wieder geschafft, dass mir das Rezept tagelang nicht mehr aus dem Kopf ging. Es hatte sich lieber Besuch angekündigt und es war für mich der passende Anlass, die Passionsfrucht-Cheescake-Törtchen mit Gewürz-Ananas nachzubacken.

 

Maren hatte Dessert-Ringe in der Größe 7,5 cm verwendet, das habe ich auch so gemacht, allerdings habe ich noch drei kleine Ringe mit einem Durchmesser von 3,5 cm verwendet, da ich sie zum Kaffee nach einem üppigeren Mahl reichen wollte. Ich muss allerdings gestehen, dass ich gerne das größere esse, einfach weil sie so unbeschreiblich köstlich und exotisch aromatisch sind.

 

Das Rezept stammt aus dem Buch „Sweet – Süße Köstlichkeiten –  Yotam Ottolenghi & Helen Goh –

Zutaten für 5 Törtchen mit 7,5 cm ∅*, 4 Törtchen mit 8 cm ∅* , oder eine eine kleine Torte mit 16-18 cm ∅

Hinweis: Maren hat  hier die halbe Menge des Originalrezeptes aufgeschrieben, die Mengenangaben des Gewürz-Sirups hatte sie nicht verändert.

Krümelboden

20 g Mandelblättchen
65 g Vollkorn-Butterkekse
¼ Teel. gemahlener Zimt
¼ Teel. gemahlener Sternanis (ca. 1 ganzer Sternanis vermahlen/gemörsert)
40 g geschmolzene Butter

Das Backrohr auf 170 Grad vorheizen, die Dessert-Ringe ausbuttern und den Rand innen mit einem Streifen Backpapier auskleiden. Die Dessert-Ringe auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech stellen. Die Mandelblättchen in einer Pfanne hellbraun anrösten und danach etwas zerdrücken. Die Butterkekse in der Küchenmaschine oder in einem Gefrierbeutel, mit dem Fleischklopfer oder einem Topfboden zu zu feinen Krümeln zermahlen (ähnlich wie Paniermehl). Dann mit den Gewürzen und den gerösteten Mandeln vermischen, die geschmolzene Butter hinzufügen und vermengen. Die Krümelkeksmasse gleichmäßig auf den Boden der Dessert-Ringe aufteilen und mit dem – ich nenne ihn „Festdrücker“ der Ringe leicht andrücken. Die Förmchen, während der Zubereitung der Füllung in den Kühlschrank stellen.

Cheesecakefüllung

70 g Maracujapüree (ich verwende fertigs, weil es einfach besser schmeckt)
375 g Frischkäse
100 g Zucker
40 g Sauerrahm
2 Eier Gr. M
2 Eigelb

Wer frische Früchte zu Püree verarbeitet, die Passionsfrüchte aushöhlen und das Fruchtfleisch durch ein Sieb passieren und 70 Gramm abwiegen. Das Ganze braucht man nicht zu machen, wenn man wie ich, fertiges Maracujapüree verwendet wird. Den Frischkäse mit dem Zucker glattrühren, dann den Sauerrahm hinzufügen und zu einer homogenen Masse verrühren. Die verquirlten Eier sachte einarbeiten. Zum Schluss nun das Maracujapüree langsam unterrühren. Die Cheesecakemasse nun auf die Krümelböden verteilen. Die Törtchen 25 Minuten backen, bis die Füllung an den Rändern fest, in der Mitte noch etwas wackelpuddingähnlich sind. (In der Springform verlängert sich die Backzeit logischerweise, auch hier die Konsistenz erfühlen). Das Backrohr ausschalten, etwas in die Backofentür einklemmen, so dass diese einen Spalt offen steht. Die Törtchen so vollkommen abkühlen lassen, mit Frischhaltefolie bedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Ananas in Gewürzsirup

200 g frisches Ananasfruchtfleisch in 1 cm Würfel geschnitten
¼ Teel. gemahlener Zimt
¼ Teel. gemahlener Sternanis
Mark ½ Vanilleschote
65 g Zucker
1 El. Zitronensaft
1 El. Wasser
Fruchtfleisch und ggf. Kerne von 1-2 Maracujafrüchten oder Maracujapüree

Das Backrohr auf 200 Grad aufheizen. Die Ananas schälen (ich gestehe, ich kaufe gern die fertig geschälten Stücke, da kann ich den Reifegrad anhand der Farbe prüfen. Den Strunk entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Würfelchen mit den Gewürzen vermengen, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen (ich habe die Würfelchen in eine kleine Auflauform gegeben) und 15-20 Minuten im Backofen rösten. Den Zucker in einem kleinen Topf auf einer nicht zu heißen Platte schmelzen zu hellbraunem Karamell kochen. Nicht umrühren, nur den Topf schwenken. Den Topf von der Herdplatte nehmen und mit dem mit Wasser vermengten Zitronensaft ablöschen. Achtung Spritzgefahr. Wenn das Karamell fest werden sollte, den Topf wieder auf die Herdplatte stellen und schwenken und rühren, bis es wieder flüssig wird. Den Sirup wieder zum Kochen bringen und 30-60 Sekunden einköcheln lassen – bis er dickflüssig wird. Die gerösteten Ananaswürfel in den Gewürzsirup geben, umrühren und abkühlen lassen.

Kurz, wirklich ganz kurz vor dem Servieren, die Dessert-Ringe und die Backpapierstreifen entfernen. Die Törtchen auf einen Kuchenteller geben und die Ananasstückchen darauf verteilen. Mit dem Gewürzsirup und mit etwas frischem Maracujapüree beträufeln. Wer möchte, mit Granatapfelkernen, Minzblättern oder frischem Passionsfruchtfleisch verzieren.

Cheesecake-Schnitten mit Brombeer-Kompott


Dieser Kuchen ist einer meiner absoluten Lieblingskuchen. Ich wusste gar nicht, dass ich so sehr auf Brombeeren abfahre, weil wo bekommt man heute noch Brombeeren am Strauch und die in den Schüsselchen sind immer kurz vorm kaputt geben, oder sie schmecken nach nichts oder einfach nur sauer. Hier kann ich nicht sagen, was mir besser schmeckt, der Cheesecake oder das Kompott. Aber beides zusammen ist einfach unbeschreiblich lecker und meine Liebe zu Brombeeren ist jetzt geweckt. Da ich mich nicht mit fremden Federn schmücken will, das Rezept habe ich bei zimtkeks&apfeltarte gesehen. Ein Blog dem ich neben ein paar anderen sehr regelmäßig besuche und mir die Lippen lecke, weil ich dort eben so unbeschreibliche Rezepte finde, wie auch das nachfolgende.

Zutaten:

Für eine quadratische Form 23 x 23 oder eine Springform 24 cm:
175 g Vollkornkekse (ich habe Butterkekse genommen)
80 g Butter
400 g Frischkäse
Abrieb einer Zitrone
200 g Schmand oder Saure Sahne (ich habe Schmand genommen)
100 g Zucker
1 EL Zitronensaft
1 TL Vanille-Paste (ich habe den Inhalt einer Vanilleschote genommen)
2 Eier
400 g Brombeeren
4 EL Zucker
1 EL Zitronensaft
75 ml roter Traubensaft
1 gestr. EL Speisestärke

Zubereitung:

Die Kekse in einem Zerhacker zerkleinern oder in einen Gefrierbeutel mit dem Fleischklopfer oder einer Kasserolle klein machen. Die Butter schmelzen und mit den Keksbröseln vermischen. Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten und dann die Keks-Butter-Mischung auf dem Boden festdrücken. Den Backofen auf 175°C (150°C Umluft). Den Keksboden für 10 Minuten im vorgeheizten Backofen vorbacken, danach auskühlen lassen. Inzwischen alle Zutaten für den Cheesecakemasse miteinander vermengen. Auf den abgekühlten Boden geben und für ca. 30 Minuten backen. (mit einer Schale mit Wasser im Ofen, wird die Chance geringer, dass der Cheesecake einreißt).
Für das Brombeer-Kompott, die Brombeeren vorsichtig waschen und verlesen. 300 g Brombeeren mit dem Zucker, dem Traubensaft und dem Zitronensaft in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze köcheln, bis die Brombeeren zerfallen. Die Speisestärke mit etwas Saft glatt rühren und zu den Brombeeren geben. Kurz aufkochen, vom Herd nehmen und sobald die Brombeer-Masse etwas abgekühlt ist, die restlichen 100 g Brombeeren dazu geben. Zur Seite stellen.
Den Cheesecake abkühlen lassen und dann für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Zusammen mit einem Klecks Kompott servieren.

Aprikosentarte mit Skyr und Streuseln


Seit einiger Zeit gibt es was Neues im Kühlregal – eine Mischung aus Joghurt und Quark – der Name lautet Skyr. Der Legende nach brachten die Wikinger Skyr im 9. Jahrhundert nach Island – und zwar, um die Milch für den langen Winter haltbarer zu machen. Vergleichbar ist Skyr mit Joghurt oder Quark. Verwendet wird entrahmte Kuhmilch (früher auch vom Schaf), weshalb der Island-„Joghurt“ nur wenig Fett (zwischen 0,2 und 0,5 Prozent) enthält.Mit einem Proteingehalt von 11 Prozent, ist Skyr außerdem der perfekte Workout-Snack. Seinen Kalziumspeicher kann man mit ein paar Löffeln Skyr ebenfalls auffüllen.
Dass wenn ich ein Kuchenrezept mit Skyr lese, wo ich ihn doch total gerne esse, noch dazu mit Aprikosen, dass dann meine Neugierde und mein „Back-Verlangen“ geweckt ist, ist ja wohl sonnenklar. Die Fotos im Blog von Zimtkeks&Apfeltarte, unsere Liebe zu Streuselkuchen haben dann ihr übriges getan und schon stand ich in der Küche. Dabei herausgekommen ist eine megaleckere Tarte und ich werde den sicher noch öfters backen, weil diese uns so gut geschmeckt hat. Hier das Rezept dazu:

Zutaten:

Für eine Tarte von Ø 24 cm:
50 g weiche Butter
2 EL Zucker
200 g Mehl
1 TL Backpulver
100 ml Milch

Creme:

200 g Skyr natur
200 g Schmand
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
3 EL Zucker (wenn’s süßer sein soll, der nehme noch etwas mehr Zucker)
1 EL Speisestärke
400 g Aprikosen

Streusel:

75 g Butter
50 g Zucker
100 g Mehl
1 Päckchen Bourbon-Vanille-Zucker

Zubereitung:

Die weiche Butter mit dem Zucker aufschlagen, das Mehl mit dem Backkpulver vermischen, dann abwechselnd mit der Milch in die Butter-Zucker-Masse einrühren. Eine Tarte- oder Springform ausfetten und den Teig gleichmäßig darin verteilen, dabei einen kleinen Rand ausbilden.
Die Zutaten für die Creme mit dem Handrührer cremig rühren, die Aprikosen waschen und halbieren. Creme auf den Boden der Tarte verstreichen, die Aprikosen mit der Schnittfläche nach unten in die Creme legen.
Den Backofen auf 175 °C (150 °C Umluft) vorheizen.
Alle Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und mit dem Handrührer bröselig rühren. Dann nochmal mit der Hand die Streusel verkneten, bis sie die richtige Größe haben. Gleichmäßig auf der Tarte verteilen. Die dann Tarte im vorgeheizten Backofen für 40 – 45 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen, in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Gitterrost komplett auskühlen. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren. Mir persönlich schmeckt sie eiskalt am Besten, meinem Mann dagegen lauwarm 🙂

 

Rhabarber-Tartelettes


Mandel-Tarteletts mit Rhabarber

Ich wollte diesmal meiner Freundin eine ganz besondere Freude machen und habe mir gedacht, Tarteletts wären mal eine gute Alternative zu einem Kuchen oder einer Torte. Ich gestehe auch, dass mir das Backen gerade nicht so richtig Spaß macht, aber das hatte ich ja schon öfters und die plötzliche Wärme ist auch nicht grade das, was mich in die Küche zieht. Gut, aber dieses Rhabarber-Tarteletts haben mich schon sehr angesprochen. Sie waren auch geschmacklich so, wie ich sie mir erhofft habe. Das ist ja bei mir ein echt großes Problem, wenn was nicht so schmeckt, wie ich mir das vorstelle, dann bin ich schnell mal sehr enttäuscht. Aber das war hier ja nicht so und darum hat es das Rezept auch in meinen Blog geschafft.

Zutaten für 6 Stück

175 g Mehl
1 Pr Salz
75 g Puderzucker
1/2 TL Backpulver
75 g gemahlene Mandeln ohne Haut
3 Eier (Größe M)
75 g Butter
150 g Schmand
100 ml Milch
1 TL Speisestärke
4 EL Zucker
250 g Rhabarber
1–2 EL Aprikosen-Konfitüre (ich habe Kaktusfeigen-Gelee genommen)
Puderzucker
Fett und Mehl
Mehl
Alufolie

Zubereitung

Mehl, Salz, Puderzucker, Backpulver und gemahlene Mandeln in einer Schüssel vermengen, dann 1 Ei und Butter zugeben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes und dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Nun die 6 Tarteletts-Förmchen (ca. 10 cm Ø) fetten und mit Mehl bestäuben.

Den Teig in 6 gleichgroße Portionen teilen. Auf der bemehlter Arbeitsfläche rund (13–14 cm Ø) ausrollen oder mit der Hand flach drücken.Die Förmchen damit auslegen, am Rand festdrücken und ca. 15 Minuten kalt stellen. Nun den Schmand, Milch, Stärke, 2 Eier und 4 EL Zucker glatt verrühren. Rhabarber putzen, waschen, in kleine Stücke schneiden und in den Förmchen verteilen und den Schmandguss darübergießen.

Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: Stufe 3) 20–25 Minuten backen. Am Ende evtl. mit Alufolie bedecken, wenn sie zu dunkel werden. Die Törtchen herausnehmen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und vorsichtig aus den Förmchen nehmen. Das Gelee aufkochen und glatt verrühren und die Törtchen damit bestreichen. Mit Puderzucker bestäuben. Fertig. Genießen.

Torta Formosa oder ein Schokokuchen wie eine Mousse au Chocolate


Endlich kann ich mal wieder einen Blog einstellen. Momentan ist die Küche nicht mein Lieblingsplatz in unserer Wohnung. Da ich mir aber vorgenommen habe, mehr darauf zu achten, dass ich Dinge tue, die mir wohltun und die mir Spaß machen, ist es eben so gewesen. Mein heutiger Blog entstand mehr oder weniger mit einem leichten Druck, ich habe mir aber viel Zeit genommen und das Resultat kann sich sehen und schmecken lassen. Ich habe ja Ende des Jahres 2016 einen unheimlich tollen Job angenommen und natürlich musste ich Kuchen zum Einstand mitbringen. Geplant war ein neues Rezept von einem Mandarinen-Schmand-Kuchen und meinen Käsekuchen. Meine Kollegin mag aber so überhaupt nix mit Quark oder Käse und so musste eine leckere Alternative her. Ich dachte mir, Schokoladenkuchen geht immer. Ich hab da zwar ein Rezept, aber ich wollte irgendwas Besonderes und so bin ich bei der Torta Formosa gelandet. Ich liebe ja Mousse au Chocolate und jaa….meine Entscheidung war gefallen.

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Sie kam richtig gut an, alle waren begeistert und ich durfte heute schon da Rezept mehrfach weitergeben. Das ist der Grund, warum ich den auch meinen Followers nicht vorenthalten will. Ich hab im Eifer des Kuchengefechtes leider vergessen, ein Foto des Resultates zu schießen, werde den Kuchen aber, weil er so lecker ist, am Sonntag nochmal backen und dann ein paar „geschmackvolle“ Fotos nachreichen.

Zutaten für eine Springform:

3 Eier
100 g dunkle Schokolade
1 EL Milch
75 g Butter
2 gestrichene EL gemahlene Haselnüsse/Mandeln
2 gestrichene EL Zucker
Puderzucker zum Bestäuben

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Zubereitung:

Zuerst die Eier trennen und die Springform am Boden mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 170° Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Schokolade mit der Milch zusammen vorsichtig schmelzen, entweder im heißen Wasserbad oder in der Mikrowelle. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, die Butter kräftig unterrühren. Dann die Eigelbe nach und nach unterrühren.

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Ganz zum Schluss rührt Ihr die gemahlenen Haselnüsse und den Zucker unter. Ich habe das alles nur mit einem Schneebesen (ohne Mixer) gemacht.
Das Eiweiß steif schlagen und den Eischnee vorsichtig mit einem Teigschaber unter die Schokomasse heben. Den fluffigen Schokoteig in die vorbereitete Springform füllen und ca. 20 Minuten im heißen Ofen backen. Den Backofen abschalten und den Kuchen langsam darin abkühlen lassen. Dadurch wird er fantastisch saftig. Den abgekühlten Kuchen aus der Springform befreien, mit Puderzucker bestäuben und genießen.

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Zwetschgen-Upside-Down


Die Zutaten für den Calendar of Ingredients sind ja im September

Zwetschgen – Haselnüsse – Sahne.

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Das ist eine sehr gelungene Auswahl der Zutaten und irgendwo in meinem geistigen Rezeptarchiv hatte ich einen gestürzten Zwetschgenkuchen gespeichert. Also nochmal nachgeguckt und ja, ich habe ihn gefunden, meinen „Zwetschgen-Upside-Down“ aus der Living at Home Ausgabe 08/2014. Da ich ja Karamell über alles liebe, finde ich das eine sehr interessante Mischung, weil wer reicht zum Zwetschgenkuchen schon Karamellsoße. Er hat uns sehr geschmeckt und auch die „Verkoster“ waren alle ziemlich begeistert.

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Zutaten für eine Springform ø 24 cm

Für den Kuchen:

180 g zimmerwarme Butter
20 g Muscovadozucker (Vollrohrzucker)
500 g feste und saure Zwetschgen
50 g gemahlene Haselnüsse
180 g Mehl
30 g Mohn
Salz
2 TL Backpulver
100 g Marzipanrohmasse
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
40 g Zucker
3 Eier (Kl. M)
100 g Crème fraîche
4 EL Zitronensaft

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Für die Karamellsoße:

100 g Muscovadozucker (Vollrohrzucker)
100 ml Sahne
60 g kalte Butter, gewürfelt
2 EL Zitronensaft
Salz

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Den Boden der Springform mit Backpapier belegen, Ring draufsetzen und verschließen und den Boden mit 20 g Butter einstreichen. 20 g Muscovadozucker gleichmäßig darauf verteilen. Die Zwetschgen halbieren, entsteinen und mit den Schnittflächen nach unten in die Springform nebeneinander legen. Ofen auf 180 Grad (Umluft 160 Grad) vorheizen. Die Haselnüsse mit Mehl, Mohn, 1 Prise Salz und Backpulver mischen. Das Marzipan grob raspeln. Marzipan, Vanillezucker, Zucker und 160 g Butter mit den Quirlen des Handmixers sehr cremig-weiß aufschlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Crème fraîche, Zitronensaft und Mehlmischung unterrühren. Teig auf die Pflaumen geben, glatt streichen und 40 – 45 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen.

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Inzwischen für die Sauce 100 g Muscovadozucker mit 2 EL Wasser in einer unbeschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und goldbraun karamellisieren lassen. Nur ab und zu die Pfanne schwenken, nicht rühren. Sahne zugießen und unter Rühren aufkochen, bis sich der Karamell wieder gelöst hat, dann vom Herd nehmen. Die Butter, Zitronensaft und 1 Prise Salz einrühren, bis sich die Butter aufgelöst hat. Sauce abkühlen lassen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten abkühlen lassen. Dann Ring lösen, den Kuchen auf ein Gitter stürzen und auskühlen lassen. Zum Servieren mit etwas Karamellsauce beträufeln. Restliche Sauce separat reichen. Dazu passt Schlagsahne.

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Johannisbeerschaum-Kuchen


So, jetzt schafft es der Kuchen auch in den Blog. Das ist ja noch nie passiert, dass ein Kuchen schneller weg war, wie einer von uns Fotos schießen konnte. Es war wieder so der Moment, wo ich einen Kuchen oder auch mal ein Gericht sehe und da denk ich mir..ich will das sofort nach backen oder nachkochen. Eva von ichmussbacken trifft diesen Nerv recht häufig und wir haben schon über meine „Nachbackliste“ geblödelt, auf der immer mehr Dinge stehen, die ich gern mal versuchen möchte. Ich möchte aber auch erwähnen, dass ich ein paar solcher Blogs habe, die immer genau meinen Backnerv treffen. Oftmals staune ich nur, weil ich von dieser Perfektion und diesem Ideenreichtum noch Lichtjahre entfernt bin.

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Der erste Kuchen wurde von mir (und nicht nur mit einem großen Stück), von Erich, Frau Nachbarin und meiner Freundin verschnabuliert. Die hatte das wahnsinnig Glück oder Pech, dass ihr Fernseher nicht funktioniert hat und lieb wie wir sind, sind wir einmal quer durch die Stadt gefahren, dass Erich sich darum kümmern konnte. Leider musste ich auch ein zwei Stück Kuchen und die Reste unseres Abendessens mitbringen, was sie total gefreut hat. Wenn sie nämlich gut gelaunt ist, bekommt ihre Schwester, die in der selben Seniorenresidenz wohnt, auch ein Stückchen (wohl weißlich immer nur Stückchen) ab. Gestern hab ich dann nochmal ein ganzes Blech gebacken. Jetzt aber zum Rezept von meinem Lieblingskuchen 🙂

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Zutaten für ein Backblech

Teig:

150 g feiner Zucker
1 Pck. Vanillezucker
50 g weiche Butter
3 Eidotter
¼ Liter Milch
250 g Mehl
1 Pck. Backpulver

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Eischaum:

5 Eiweiß
300 g feiner Zucker
500 g rote Johannisbeeren

Zubereitung:

Das Backblech mit Backpapier auslegen und wer hat, einen Backrahmen in Größe des Blechs darauf stellen. Mein erster Kuchen wurde nicht ganz so schön, beim zweiten habe ich das Backpapier ein wenig mit Alufolie abgestützt, somit war die Form beim zweiten schöner. Ich kaufe mir nun einen Backrahmen :-). Das Backrohr auf 170° C Umluft vorheizen.

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Die Butter, den Zucker und den Vanillezucker sehr schaumig schlagen. Nach und nach die Eidotter dazugeben und jeden Eidotter mindestens eine Minute durchrühren. Weiter schlagen, bis die Teigmasse hellgelb und luftig ist. Das dauert ca. fünf Minuten. Das Mehl mit Backpulver vermischen und die Milch und Mehl abwechselnd zu der Buttermischung geben und unterrühren, zuletzt Mehl. Den Teig auf das Blech geben und auf der zweiten Schiene von oben 15 Minuten backen. Er darf nicht fertig gebacken sein. Während der Teig im Backrohr ist, das Eiweiß nicht ganz steif schlagen, nach und nach den Zucker und schlagen, bis die Masse richtig steif ist. Vorsichtig die Johannisbeeren unterheben.
Den Kuchen aus dem Backrohr holen und mit Johannsibeer-Eisschaum gleichmäßig bestreichen. Ungefähr in 15 Minuten goldgelb backen.

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