Lebenszeichen


Ich wollte mich einfach mal wieder zu Wort melden und auch die stillen Mitleser mit auf Kurs bringen. Ich scharre mit den Hufen, möchte so gerne was kochen, einen Kuchen backen. Leider ist nicht mal scharren möglich, meine 8 kg schwere Orthese fesselt mich an die Couch, aber immerhin hat sich mich nach den schrecklichsten 8 Wochen Krankenhaus befreit. Meine Küche wird mich vermutlich nach dem bevorstehenden „akutstationären“ Aufenthalt, in einer Reha-Fachklink,  im schönen Oberbayern wiedersehen. Meine Lust am Essen ist zwar zwecks med. Appetitzügler etwas eingeschränkt (hat mich um 20 kg erleichtert), meine Lust auf Rezepte größer denn je. Ich gebe nicht auf, niemals. Man bestätigt mir Motivation und eine sehr positive Lebenseinstellung.

Liebe Grüße

Eure Petra

Grünes Spargel-Risotto


Das Rezept, habe ich bei Instagram, als Video bei einer Italienischen Bloggerin gesehen. Die Idee, den Spargel zu pürieren und somit auch diese wunderbare, frühlingshafte Farbe zu bekommen, hat mich total inspiriert. Das Bild hat wieder eine gewisse geschmackliche Vorstellung ausgelöst und diese ist absolut erfüllt worden. Das ganze geht natürlich auch mit weißem Spargel. Hier mein Rezept für Euch:

Zutaten

300 g Spargel
1 Schalotte,
1000 ml Gemüsebrühe
400 Carnaroli-Reis
60 g Butter
75 g Parmigiano Reggiano
1/2 Glas Weißwein

Zubereitung

Den Spargel putzen, ggf. muss das untere Ende geschält werden und zerteilen (ich habe die Köpfe von den Spargelstange abgetrennt und den Rest in kleine Stückchen geschnitten). Die Schalotte fein hacken, einen Esslöffel der Butter in einem Topf schmelzen lassen, dann die Schalotte dazugeben und glasig andünsten. Den Reis hinzufügen und bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis er leicht durchsichtig geworden ist. Nun mit dem Weißwein ablöschen und köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Dabei immer wieder umrühren. Nun die Brühe in kleinen Mengen dazugeben, ständig umrühren und erst dann neue Brühe hinzufügen, wenn der Reis die Brühe aufgesaugt hat. Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis der Reis gar und noch etwas bissfest ist. Dabei kann die Menge der benötigten Brühe variieren, also am besten etwas mehr Brühe vorbereiten. Ich komme mit ca. 1000 ml Brühe in etwa hin. Während das Risotto gart, in einem anderen Topf Sonnenblumenöl erhitzen, die restliche Zwiebeln darin anschwitzen, die Spargelstückchen dazu geben und zusammen leicht anbraten. Etwas von der Brühe dazugeben und mit Salz und einer Prise Zucker abschmecken. Die Spargelstücke in garen, bis sie bissfest sind. Anschließend in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab fein pürieren. Das Spargelpüree zum Reis geben, hat das Risotto nun die gewünschte Konsistenz erreicht, den zweiten Esslöffel Butter unterrühren. Dann die Spargelspitzen dazugeben und vorsichtig unterheben. Zum Schluss den geriebenen Parmesan kurz unterrühren und genießen. Man kann Lachs dazu geben, bei uns gab es Scampi dazu.

Blitz-Käsesuppe mit Lauch


Beruflich bedingt und gerade jetzt bei den eisigen Temperaturen geht Suppe immer. Weil wir beide auch noch so gerne Käse essen, darum mögen wir diese Käsesuppe total gerne. Die leichte Säure, die durch den Weißwein kommt, die cremige Konsistenz und das knackige Gemüse ist für und die perfekte Mischung. Das Originalrezept ist mit geratenem Hack, wir mögen am liebsten Knoblauchbaguette dazu, damit kann man den Teller auch noch so wunderbar sauber machen.

Zutaten (für 4 Portionen)

1 Bund Lauchzwiebeln
2 Möhren
3 EL Olivenöl
75 ml Weißwein
1 EL Gemüsebrühe (instant)
200 g geriebener Cheddarkäse
200 g Sahneschmelzkäse Emmentaler
Salz
Pfeffer

alternativ
300 g gemischtes Hack
1⁄2 Bund Schnittlauch

Zubereitung

Die Lauchzwiebeln waschen und in Ringe schneiden. Die Möhren schälen, waschen, klein würfeln. Beides in einem großen Topf in 1 EL heißem Olivenöl andünsten. Den Weißwein, 1 l Wasser und Brühe zufügen, aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln.
Nun den Cheddar und Schmelzkäse nach ca. 5 Minuten in die Suppe rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

alternativ
2 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Hack darin feinkrümelig braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Schnittlauch waschen, in Röllchen schneiden. Mit Hack auf die Suppe streuen.

Spaghetti alla Puttanesca


Dieses Nudelgericht gehört zu meinen absoluten Lieblingsgerichten, es ist alles drin, was ich wahnsinnig gerne mag. Sardellen, Kapern, Oliven – eine perfekte Kombination, dann noch Spaghetti dazu.. Fertig ist ein Leibgericht. Hier mein Rezept für Euch 🙂

Zutaten für 4 Personen

400 g Spaghetti
2 EL Kapern
2 Knoblauchzehe
100 g Oliven schwarze, entkernt
4 Sardellenfilets
3 EL natives Olivenöl
400 g stückige Tomatensauce
Salz und ggf. etwas Nudelwasser um die Sauce zu binden

Zubereitung

Zunächst das Wasser für die Spaghetti erhitzen. Sobald es kocht, etwas Salz und die Nudeln hinzugeben, die Spaghetti „al dente“ kochen. Beim Abseihen nicht vergessen, etwas Nudelwasser aufzuheben.
Die Kapern grob hacken, dann den Knoblauch und die Oliven fein schneiden. Petersilie ebenso fein hacken und dann den Knoblauch mit dem Olivenöl in eine große Bratpfanne geben und anschwitzen. Sardellen, Kapern und Oliven ebenfalls dazugeben. Auf niedriger Stufe ein paar Minuten andünsten, bis die Sardellen zerfallen. Die Tomatensauce zu den anderen Zutaten geben, sorgfältig umrühren und offen köcheln lassen, bis die Sauce angedickt ist. Mit 2-3 Löffeln Nudelwasser aufgießen, um die Sauce zu binden. Umrühren und mit Salz abschmecken. (Vorsicht: Sardellen und Kapern sind schon sehr salzig.)
Die Spaghetti zur Sauce in die Pfanne geben und ein paar Mal anheben und in der Sauce wenden. Sollten die Nudeln noch zu trocken sein, noch etwas Nudelwasser dazugeben, dass die Sauce schön cremig ist und an den Spaghetti haften bleibt. Mit Petersilie bestreuen und ganz heiß servieren.

Spitzbuben


Eine Sorte, die in meiner Kindheit auch immer auf dem Plätzchenteller gelegen hat, sind Spitzbuben. In meiner Kindheit waren das doppelte Plätzchen, die kein Loch hatten, mir gefällt die moderne Variante aber viel besser. Wichtig ist eine wirklich gute Marmelade. Aber seht selbst und hier auch mein Rezept dazu.

Zutaten für ca. 60 Stück

250 g kalte Butter
400 g Mehl (+ etwas für die Arbeitsfläche)
100 g gemahlene Mandeln
Salz
250 g Puderzucker (+ etwas zum Bestäuben)
2 Eier (Größe M)
400 g rotes Johannisbeergelee

Zubereitung

Butter in kleine Stückchen schneiden. Mehl, Mandeln, Salz und Puderzucker in eine Schüssel geben. Butter und Eier zugeben und mit den Knethaken der Küchenmaschine, zum Schluss mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Teig in Frischhaltefolie wickeln und ca. 30 Minuten kalt stellen.
Johannisbeergelee in einem kleinen Topf erwärmen und wieder abkühlen lassen. Gekühlten Plätzchenteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 2 mm dick ausrollen. Mithilfe eines runden Plätzchenausstechers kleine Kreise (ca. 6 cm Ø) ausstechen. Von der Hälfte der Kreise in der Mitte einen kleinen Ring (ca. 3 cm) ausstechen. Die Reste wieder verkneten und ebenso verarbeiten. Kreise und Ringe auf 2–3 mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen. Abzählen, dass immer die gleiche Anzahl Kreise und Ringe auf einem Bleich backen. Bleche im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150 °C) 8–10 Minuten hellbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
Kreise mit Konfitüre bestreichen, dabei 2–3 mm Rand frei lassen. Ringe mit Puderzucker bestäuben, vorsichtig auf die mit Konfitüre bestrichenen Kreise setzen und leicht andrücken. In einer Plätzchendose lagern, bis sie aufgegessen sind.

MANGO-KOKOSNUSS-KUCHEN IN DER KASTENFORM


Eine meiner Lieblingsfrüchte sind Mangos und seit es die als Flugware gibt, sind die auch wunderbar reif, süß und saftig. Kokos mag ich natürlich auch und somit war klar, als ich das Rezept gesehen habe, dass ich diesen Kuchen backen muss. Er ist tatsächlich so aromatisch und saftig, wie ich mir das vorgestellt habe. Wichtig dabei ist nur, dass der Kuchen komplett durchgebacken ist. Bei feuchten Kuchen, kann das manchmal ja etwas problematisch sein. Also auf jeden Fall eine Stäbchenprobe machen und evt. einfach etwas länger im Ofen lassen. Je nach Ofen und Temperatur kann das ja stark variieren.

Zutaten

170 g Butter
150 g Zucker
3 Eier (Größe L)
1/2 TL Vanille Extrakt
150 g Mangopüree
100 g Crème fraîche
330 g Mehl
2 TL Backpulver
Prise Salz
50 g Kokosraspel
50 g getrocknete Mango, fein gehackt

Glasur

130 g Puderzucker ggf. mehr
1/4 TL Vanille Extrakt
2 EL Mangopüree
wenn nötig etwas Milch

Kokosflocken für Dekoration

Zubereitung

Den Ofen auf 165°C vorheizen. Eine große Kastenform gut einfetten und den Boden mit einem Stück Backpapier auslegen.

Butter und Zucker in eine große Schüssel geben und hell und luftig aufschlagen. Die Eier einzeln dazugeben und jeweils gut unterrühren. Das Vanille Extrakt dazugeben und unterrühren. Mangopüree mit Crème fraîche verrühren, Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Beides in die Schüssel geben und bei nur niedriger Geschwindigkeit nur kurz verrühren. Nun die Kokosraspel und die klein gehackte Mango dazugeben und unterheben. Den Teig in die Kastenform füllen, glatt streichen und für 75-90 Minuten backen. Nach der Backzeit die oben erwähnte Stäbchenprobe machen, ehe man den Kuchen aus dem Ofen holt. Den fertigen Kuchen aus dem Ofen nehmen und in der Form etwa 30 Minuten auskühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter geben und vollständig auskühlen lassen.

Für den Guß, den Puderzucker, Vanille Extrakt und Mango Püree zu einer glatten Glasur ohne Klümpchen vermischen. Sollte die Glasur zu dickflüssig sein, etwas Milch unterrühren. Wenn sie zu dünn sein sollte, noch etwas Puderzucker dazugeben und unterrühren. Den erkalteten Kuchen damit überziehen und mit ein paar Kokosflocken dekorieren. Geießen 🙂

Heiße, weiße Schokolade mit Eierlikör


Für meine Sendung bei Radio Soundspur hatte ich mir ausgedacht, dass ich zu jeder Sendung ein Rezept vorstellen werde, das zur Adventszeit passt. Für die Sendung „Morgen kommt der Nikolaus“ gab es eine heiße, weiße Schokolade mit Eierlikör. Verfeinert wird die Schokomilch noch mit Spekulatiusgewürz, einer Sahnehaube, Spekulatiusbröseln und Karamellsauce. Es schmeckte uns sehr und passt wunderbar zu Stollen, Plätzchen und Lebkuchen.

Zutaten für eine Tasse

250 ml Milch
80 g weiße Schokolade
1 TL Spekulatiusgewürz
40 ml VERPOORTEN ORIGINAL Eierlikör

Zubereitung

Milch, weiße Schokolade, Spekulatiusgewürz und VERPOORTEN ORIGINAL Eierlikör in einen Topf geben. Langsam und unter Rühren erhitzen, bis sich die Schokolade vollständig aufgelöst hat. Direkt in eine Tasse füllen, nach Belieben mit Sahne, Karamellsauce und Spekulatiuskrümeln toppen und losschlemmen.

Zwiebelkuchen mit Speck


Die Idee für den Zwiebelkuchen entstand erst mal, durch einen absoluten Fehlkauf. Wir gehen ja Mittwochs immer in unserem Lieblings-Edeka einkaufen und Erich entdeckte in der Kühltruhe am Eingang, wo es ausgefallene Leckerein gibt, kleine Zwiebelkuchen zum Aufbacken. Da wir immer relativ spät heimkommen, ist was „Schnelles“ immer ein gute Alternative zum Abendessen. Ich kann Euch sagen, es war unbeschreiblich grässlich, was da auf unserem Teller gelandet ist. Ich habe gesagt, das kann ich viel besser und habe mich auf Rezeptsuche gemacht. Die Fragen, die sich mir stellten, Mürbeteig oder Hefeteig oder gar Blätterteig. Hefeteig, den dann noch warm, dazu Zwiebeln, das wollte ich uns nicht antun. Da wir beide so gerne Blätterteig mögen, habe ich mich dafür entschieden. Ich mag die Produkte von Henglein und so habe ich auch diesen Blätterteig bevorzugt. Der Zwiebelkuchen ist sehr lecker geworden und ich möchte Euch das Rezept auch gerne vorstellen.

Zutaten für 4 Portionen

500 g Blätterteig
200 g Speck durchwachsen (Bacon)
400 g Zwiebeln
200 g Emmentaler und/oder Bergkäse (ich habe halb und halb genommen)
3 Stück Eier (Größe L)
200 g Saure Sahne 10 % Fett
200 ml Milch
Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika edelsüß

Zubereitung

Backofen auf 220°C Ober-Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, das Papier auch am Rand hoch legen (ggf. 2 Bögen nehmen). Blätterteig auf das Backpapier legen und einen Rand formen, dass nachher das Eier-Sahne-Gemisch nicht verläuft.
Zwiebeln schälen, vierteln und in Ringe schneiden. Den Speck würfeln und in einer Pfanne anbraten, dann die Zwiebeln zum Speck geben und hellgelb anbraten. Die Zwiebeln sollen nur glasig werden. Die Speck-Zwiebel-Mischung nun gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen.
De Käse reiben und und über die Speck-Zwiebelmischung geben.
Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit saurer Sahne und Milch glatt rühren und mit edelsüßem Paprika, Pfeffer und wenig Salz würzen. Den Eischnee vorsichtig mit dem Schneebesen unter die Ei-Sahne heben. Mischung auf dem Käse verteilen und mit Kümmel bestreuen.
Im Ofen bei Ober-Unter-Hitze auf unterer Schiene bei 220°C ca. 20 – 25 Minuten backen bis der Zwiebelkuchen goldbraun ist.

Tipp
Dazu passend Weißwein oder Federweißer. Man kann den Zwiebelkuchen als Hauptgericht essen, aber auch gut als warmen oder kalten Snack.

Neues „Gwand“ für den Haferlgucker-Blog


Es heißt ja so schon, alles neu macht der Mai und so habe ich dem Haferlgucker auch ein neues „Gwand“ verpasst.

Man ändert ja in Laufe der Jahre seinen Geschmack und bei mir wird heißt es mit zunehmenden Alter „weniger ist mehr“. Ich mag es mittlerweile ganz klar und schnörkellos, ja und so ist der Haferlgucker jetzt auch umgestaltet.

Ich hoffe Euch gefällt auch, wie sich mein Food-Blog jetzt präsentiert – viel Spaß beim Stöbern – Eure Petra

Ischler Plätzchen


Die zweite Sorte Weihnachtsplätzchen, die ich uns für das Weihnachtsfest 2019 gebacken habe, die neben den Vanillehörnchen zu meinen Lieblingsplätzchen gehören, sind Ischler Plätzchen. Der Teig ist anspruchsvoll in der Verarbeitung, jedes Blech muss nach dem Ausstechen nochmal richtig kalt gestellt werden. Die Plätzchen zergehen fast auf der Zunge und darum ist es mir auch wert. Auch das Rezept ist aus dem Bayerischen Backbuch.

Zutaten für ca. 40 Stück

200 g Mehl
200 g Butter
100 g feiner Grieszucker
100 g ungeschälte Mandeln
Schale und Saft von einer 1/2 Zitrone

Zum Füllen:
feine Marmelade (ich nehme Himbeere oder Johannisbeere, weil die schön säuerlich sind)

 

Zum Glasieren:
Zartbitterkuvertüre und ein Stück Kokosfett (für den Glanz)

Dekoration:
gehackte Pistazien


Zubereitung:

Aus den ober aufgelisteten Zutaten einen gebröselten Mürbeteig herstellen und den Teig kalt stellen. Dann aus dem leicht brüchigen Teig ein kleinen Portionen zweimesserrückendick auswellen, runde Plätzchen ausstechen (ich habe Herzen ausgestochen, ist nicht zu empfehlen, da sie die Form nicht besonders schön behalten). Das Blech wieder ca 15 Minuten kalt stellen und dann bei 180-190 Grad vorsichtig backen. Unbedingt erkalten lassen, je zwei Plätzchen mit feiner, säuerlicher Marmelade aufeinander setzen, glasieren und mit dem geschälten Mandeln bestreuen und trocknen lassen.

Fertig und genießen 🙂