Bunter Ofengemüse-Nudelsalat mit rotem Pesto


Heute habe ich ein Rezept für euch, es ist ein besonderer Nudelsalat. Dieser Nudelsalat besteht aus relativ wenigen Grundzutaten und ist doch ein kleines bisserl aufwendig. Allerdings haben wir sehr schnell festgestellt, dass sich das wirklich lohnt. Wir waren Freitagabend noch einkaufen und wollten Samstag zu unserem Lieblings-Café fahren. Am Samstagabend wollten wir grillen und dazu eben diesen besonderen Nudelsalat essen. Ich sollte Euch den Namen endlich verraten, es ist ein bunter Ofengemüse-Nudelsalat mit rotem Pesto. Wir haben also am Freitagabend noch die Nudeln gekocht und das Ofengemüse geröstet. Das Ganze hat schon bis fast 23 Uhr gedauert, aber wie gesagt, es war es absolut wert. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das Rezept ein wenig verändert habe, stelle Euch aber das Originalrezept ein. Ich habe Lauchzwiebeln, Radieschen, Römersalat und den Balsamicoessig weggelassen. Die Lauchzwiebeln und den Römersalat habe ich vergessen, dafür normale Zwiebeln genommen, die Radieschen waren nicht schön und den Balsamico-Essig fanden wir, dass es den nicht gebrauch hat. Aber hier nun endlich das Rezept.

Zutaten für 6 Portionen:

2 kleine Paprikaschoten (z. B. rot und gelb)
1 große Möhre (ich 3 Möhren)
1 Zucchini (ich 2 Zucchini)
1 Bund Lauchzwiebeln (ich zwei normale Zwiebeln)
1 Bund Radieschen
2 Knoblauchzehen (ich 4 Zehen)
Salz, Pfeffer
5 EL Olivenöl
500 g Nudeln (z.B. Gemelli)
1 Mini-Römersalat
75 g rotes Pesto (Glas)
3 EL heller Balsamico-Essig

Zubereitung:

Für das Röstgemüse Paprika vierteln und entkernen, Möhre schälen. Paprika, Möhre, Zucchini, Lauchzwiebeln und Radieschen waschen. Paprika in Stücke, Möhre, Zucchini und Lauchzwiebeln in Scheiben bzw. in Ringe schneiden. Radieschen vierteln. Knoblauch schälen und hacken.

Alles auf einem Backblech mit Salz, Pfeffer und 2 EL Öl mischen. Im vor­geheizten Backofen (E-Herd: 230 °C/Umluft: 210 °C) ca. 25 Minuten rösten. Dabei die Ofentür 2- bis 3-mal kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Gemüse aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen.

Die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung kochen. Römersalat waschen und in feine Streifen schneiden. Pesto, Essig und 3 EL Öl verrühren.

Nudeln abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Erst mit Pesto mischen, dann Gemüse, Salatstreifen und Petersilie unterheben. Auskühlen lassen. In einer Dose verpacken und genießen.

Mezze Maniche Amatriciana


Beim durchblättern meines italienischen Lieblingskochbuches bin ich auf einem Nudelrezept hängengeblieben. Wie immer hat mich das Bild angeprochen, optisch und meine Geschmacksnerven wurden ebenfalls aktiviert. Es war das Rezept für „Mezze Maniche Amaticiana“. Mich sprachen die Nudeln an und dann noch die Soße mit dem Speck und den Zwiebel. Ja es dauerte wieder nicht lange, die Nudeln waren schnell gekauft, Speck hatte ich zuhause. Da wir gestern ja ursprünglich grillen wollten und das herannahende Gewitter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war das unser alternatives, aber sehr pikantes und feines Abendessen.

Zutaten für 4 Personen:

100 g Pancetta (ersatzweise luftgetrockneter Speck)
1 Zwiebel
400 g Tomaten (alternativ eine Dose gute geschälte Tomaten)
2 EL Olivenöl
50 ml trockener Weißwein
1 getrockneter Peperoncino
Salz
400 g Mezze Maniche

Zubereitung:

Pancetta/Speck in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Tomaten überbrühen, häuten, entkernen und würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Pancetta und die Zwiebel darin bei schwacher Hitze etwa 5 Min. anbraten (darf ein bisschen kross sein). Die Tomaten und den Wein dazugeben, Peperoncino zerkrümeln und untermischen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer würzen und offen bei schwacher Hitze etwa 10 Min. köcheln lassen. Inzwischen die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen. Die Nudeln abgießen, mit dem Sugo mischen und gleich anrichten. Nach Belieben mit Pecorino servieren.

Zur Geschichte der Mezze Maniche all’amatriciana (in Italien werden oft auch Spaghetti verwendet):

Bei diesem Nudelgericht handelt es sich um ein traditionelles Gericht der italienischen Küche, das heute aus Tomaten, Pecorino, Peperoncini, Olivenöl und Guanciale besteht. Guanciale ist ein ungeräucherter, pikanter Speck aus der Schweinebacke, der in der italienischen Region Latinum hergestellt wird und dem Rezept eine besondere Würze gibt. Die Zutaten werden zu einer Sauce vermischt und anschließend mit der für Italien typischen Pasta vermischt. Das Originalrezept, die Spaghetti alla gricia, enthält allerdings keine Tomaten, da diese mit den früheren Kühlmöglichkeiten zu leicht verdarben und somit ungeeignet waren. Das Gericht war früher eine typsiche Hirtenmahlzeit, die nur lange haltbare Lebensmittel mit in die Berge nehmen konnten.

Bis heute wird in Amatrice, einer italienischen Gemeinde, am letzten Wochenende im August die „Sagra degli Spaghetti all’amatriciana“ gefeiert. Ein wahres Spaghetti-Fest, bei welchem ganze Berge des Nudelgerichtes unter die Menschen gebracht wird.

Überbackene Spargelröllchen


Ich bzw. wir mögen den Frühling schon deswegen, weil es Spargel und Rhabarber gibt. Ich habe das Rezept von den überbackenen Spargelröllchen entdeckt und prompt gab es das Gericht heute schon als Abendessen. Ich würde das nächste Mal mehr Parmesan nehmen, dann wird die Sauce pikanter und sämiger. Aber sonst war das schon ein ganz feines Abendessen.

Zutaten für 4 Portionen:

16 Stangen (ca. 500 g) weißer Spargel
Salz
Pfeffer
3 EL Olivenöl
1 Biozitrone
100 g Parmesan
150 g Bergkäse
300 ml Sahne

Zubereitung:

Backofen auf 170 Grad (Umluft: 150 Grad) vorheizen. Den Spargel schälen, putzen. Den Spargel auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen, mit dem Olivenöl bepinseln und mit Salz und Pfeffer bestreuen. Die Zitrone in Scheiben schneiden und auf den Spargel legen. Den Spargel im Ofen 30 Min. garen.

Parmesan und Bergkäse fein reiben. Sahne mit etwas Salz und Pfeffer würzen und dem Parmesan gut verrühren. Den Backofengrill auf höchster Stufe vorheizen (alternativ Ober-/Unterhitze auf höchster Stufe).

Jeweils eine Spargelstange in eine Scheibe Kochschinken einrollen. Die Spargelröllchen mit wenig Abstand auf ein Backblech (ich habe eine Auflaufform genommen) legen. Erst mit Sahne übergießen, dann den Bergkäse darauf verteilen.

Spargelröllchen unter dem Backofengrill ca. 10 Minuten überbacken, bis der Käse zerläuft und sich goldbraun färbt.

Wer möchte, kann auf den Spargel ein bisschen Bärlach-Pesto geben, ich habe rote Pfefferbeeren genommen. Zu den überbackenen Spargelröllchen schmecken Salzkartoffeln. Guten Appetit

Zitronen-Lachs aus dem Ofen


Der Frühling lässt ja immer noch auf sich warten, aber ich finde der Geschmack von Zitronen, der hat einfach was von Frühling und von Sonne. Als ich wieder mal auf einem meiner kulinarischen Streifzüge durchs Internet unterwegs war, bin ich auf das Rezept vom Ofenlachs auf der Seite von http://Emmikochteinfach.de gestoßen. Es hat genau einen Tag gedauert, dann schon badete mein Lachs im Ofen. Es ist ein tatsächlich unheimlich einfaches, schnelles und köstliches Rezept. Das Rezept eignet sich bestimmt auch wunderbar, für wärmere Temperaturen und man kann es dann lauwarm mit Baguette genießen. Ich habe TK-Bio-Lachs-Filets gekauft, man kann da wunderbar zwischen frisch und tiefgefroren wählen. Die Zitronen waren natürlich auch Bio, nur Thymian habe ich keinen bekommen, da musste es der getrocknete sein. Den habe ich sehr vorsichtig dosiert.

Zutaten:

4 Bio Lachsfilets (ohne Haut) frisch oder TK-Lachs
1/2 Bio-Zitrone (gewaschen und in Scheiben geschnitten)
3 EL Bio-Zitronensaft
60 ml Olivenöl (ca. 5 EL)
3 Knoblauchzehen
1 EL Honig
Salz und Pfeffer
5 Thymianzweigerl – alternativ getrockneten, vorsichtig dosiert

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 ° Ober-/Unterhitze (160 ° Umluft) vorheizen. Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten.

Die Lachsfilets trocken tupfen, salzen und in die Auflaufform legen.

Die halbe Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen sie, in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben nochmal halbieren. Die Thymianzweigerl waschen und mit einem Küchentuch trockentupfen. Die 2-3 Knoblauchzehen schälen und halbieren, die halbierten Zitronenscheiben, die Thymianzweigerl und den Knoblauch um und auf dem Lachsfilets verteilen.

60 ml Olivenöl (ca. 5 EL), 3 EL Zitronensaft und 1 EL Honig vermischen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und nach Belieben abschmecken.

Die Olivenöl-Zitronen-Sauce über die Lachsfilets geben und für ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen auf der mittlere Schiene garen. Mein Lachs hatte nach 20 Minuten den perfekten Garpunkt.

Als Beilage eignet sich Reis oder Baguette, beides schmeckt wunderbar in der Sauce.

Lasst es Euch schmecken

Spareribs – die perfekte Marinade


Auf unseren unendlichen Streifzügen, den optimalen Metzger im Raum München zu finden, wurden wir nach der letzten Enttäuschung, diesmal fündig und entdeckten diese wunderbaren Spareribs. Ich habe immer eine Marinade nach Gefühl gemacht, mit Ketchup, Sojasoße und Grillgewürzen. Heute habe ich mir die Mühe gemacht, wie eigentlich meistens, Rezepte im Netz zu suchen. Ich verstehe Ratschlagresistente Menschen sowieso nicht, aber das ist sicher auch gut so. Ich bin also auf dieses sensationelle Rezept gestoßen, Senf, Ketchup, Sambal Olek, Honig, Sweet Chili Soße.. Für mich war klar, das muss meine Marinade sein und tatsächlich ist es meine Marianade. Wir sind uns einig, das waren die besten Spareribs, die wir je gegessen haben. Hier das Rezept.

Zutaten:
2 EL Honig
60 g Ketchup
2 Stk Knoblauchzehen gerieben
1 TL Sambal Oelek
1 EL Scharfer Senf (Dijon Senf)
10 SchussSojasauce
6 EL Süß-Saure Chilisauce
1 Schuss Tabasco
1 kg Spare-Ribs
1 Prise Pfeffer
1 Prise Salz

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermengen, die Rippchen marinieren und ca. 2 Stunden ziehen lassen. Den Backofen auf 210 Grad vorheizen. Die Rippchen nochmals mit der Marinade bestreichen, dann in den Ofen geben. Nach 20 Minuten Spareribs drehen und von der anderen Seite nochmals 20 Minuten bräunen. Abschließend nochmals drehen und 10 Minuten fertiggaren. Wir haben Krautsalat dazu genossen.

Dorade mit Fenchelrisotto


Heute mach ich mal einen auf Herrn Schuhbeck und referiere über meine Lebensmittel, die ich verkoche :-). Keiner muss sich Sorgen machen, ich bin trotz Lockdown nicht so einsam, dass ich mich mit meinen Zutaten unterhalten muss.

Die Dorade, auch Goldbrasse genannt, ist ein typischer Mittelmeerfisch. Die Doraden bevorzugen flache Küstengewässer und leben auch gerne in Brackwasser-Zonen. Traditionell wird der Fisch auch entlang der portugiesischen Küste, sowie in der Bretagne und im Ärmelkanal gefangen. Auch im Schwarzen Meer ist er beheimatet. Charakteristisch für den Speisefisch, der bis zu 70 Zentimeter lang und zweieinhalb Kilogramm schwer werden kann, ist die leicht rundliche Körperform und das goldene Band zwischen den Augen. Je intensiver das Band leuchtet, desto frischer ist der Fisch.

Das Fleisch der Dorade ist fest, mager und sehr wohlschmeckend, außerdem ist es sehr eiweißreich und enthält viele wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Magnesium. Beliebt ist die Dorade vor allem im Ganzen gegrillt oder gebraten.

Unsere Dorade war so groß, dass sie für uns beide gereicht hat. Da es ja als Beilage Fenchelrisotto gegeben hat, war das vollkommen ausreichend.

Zutaten Dorade:

1 Dorade
1 Zitrone
1 Zweig Rosmarin
2 Zehen Knoblauch
Mehl
Olivenöl/Butter
Salz und Pfeffer

Zubereitung Dorade:

Die küchenfertige Dorade waschen und mit dem Saft von einer Zitrone einreiben. Dann von allen Seiten, auch von innen, salzen und pfeffern. Hier stehen auch die 3 S, die bei allen Fischen gelten: Säubern – Säuern – Salzen.

Die Zitrone in schmale scheiben schneiden, die Scheiben, den Rosmarinzweig und die Knoblauchzehen (Knofi mit dem Handballen leicht andrücken) in die Doraden stecken, wer möchte, kann die Haut mit einem Messer leicht schräg anritzen.

Die Doraden im Mehl wenden und dann in der Pfanne im heißen Olivenöl/Butter von beiden Seiten anbraten. Ich habe sie bei mittlerer Hitze 3 mal gewendet, dann den Test mit der Rückenflosse gemacht (wenn diese sich leicht rausziehen lässt, ist der Garpunkt perfekt).

Fenchelrisotto

Zutaten Fenchelrisotto:

4 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, geschält, fein geschnitten
300 g Risottoreis
250 ml Weißwein
ca. 800-850 ml Gemüsebrühe
1 Fenchelknolle, gewaschen, geputzt
1 Knoblauchzehe, geschält
1 TL Fenchelsamen
Etwas Chiliflocken
80 g Parmesan, frisch gerieben
60 g Butter
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung Fenchelrisotto:

Zwiebel in 2 EL Olivenöl anschwitzen. Reis zugeben und unter ständigem Rühren glasig schwenken. Der Reis muss heiß sein, bevor er weiterverarbeitet wird. Weißwein zugießen und unter mehrmaligem Umrühren leicht einkochen lassen. Etwas heiße Brühe zugeben und köcheln lassen. Immer wieder umrühren und einköcheln lassen bis das Risotto die richtige Konsistenz hat, das dauert ca. 18 Minuten. Währenddessen die Fenchelknolle in sehr feine Würfel schneiden, es sollten ca. 300 g Fenchelwürfel ergeben. Die Knoblauchzehe ebenfalls sehr fein schneiden und Fenchelsamen und Chili leicht mörsern. Wenn das Risotto fast fertig ist, in einem zweiten Topf mit dem restlichen Öl den feingeschnittenen Fenchel mit Knoblauch, Fenchelsamen und Chili anschwitzen. Das Risotto zugeben, gut mischen und mit Butter und Parmesan verfeinern.

Zubereitung Fenchelchips:

1 Fenchelknolle
etwas Öl für die Chips
Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Fenchelknollen waschen und auf einer Aufschnittmaschine oder mit einem Küchenhobel in feine Scheiben schneiden. Den Strunk bitte nicht entfernen, ansonsten fällt Ihnen der Fenchel auseinander. Die Fenchelscheiben auf ein mit Olivenöl bestrichenes Backblech legen und mit Olivenöl auf der Oberseite bepinseln. Die Scheiben mit wenig Salz und Pfeffer bestreuen und bei 180 Grad Umluft im Backofen knusprig trocknen lassen. Das dauert etwa 15 Minuten, aber bitte auf Sicht trocknen lassen, da jeder Ofen anders reagiert.

@Rezept von Wir in Bayern/Michaela Hager

Fenchel-Orangen-Salat

Zutaten Fenchel-Orangen-Salat:

1 Knolle Fenchel
2 Orangen
2 EL Parmesan
2 EL Honig
2 EL Olivenöl
Salz, aus der Mühle
Schwarzer Pfeffer, aus der Mühle

Zubereitung:

Orangen waschen, trockentupfen und Schale abreiben. Orangenhalbieren, filetieren, auspressen und den Saft auffangen. Saft mit Salz, Pfeffer, Honig, dem Orangenabrieb und dem Öl verrühren. Fenchel putzen, halbieren und mit einer Küchenreibe in dünne Ringe schneiden. Fenchel zusammen mit den Orangenfilets in die Marinade geben. Umrühren, etwas Fenchelgrün dazu geben und 15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Parmesan reiben und Salat damit garnieren.

Lasagne al forno


Seit langer Zeit hatten wir mal wieder Lust auf selbstgemachte Lasagne und diese Tatsache wollte ich gleich noch nutzen, um mein Rezept in meinen Blog einzustellen. Wie unten beschrieben, weiß ich aus meiner Kindheit und meinen Urlauben am Gardasee, in denen ich mit meiner italienischen Freundin Antonella, mit der ich des Öfteren in der Hotelküche war, dass Bolognesesauce stundenlang am Herd köcheln darf und jede Stunde das Aroma noch erhöht.

Zutaten Bolognesesauce:

2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 Karotten
1-2 Stängel Staudensellerie
4 EL Öl
1000 g Hackfleisch (gemischt oder nur Rinderhack)
Salz, Pfeffer
3 EL Tomatenmark
2 Dosen geschälte Tomaten (á 425 g)
125 ml Rotwein
1 EL getr. ital. Kräuter
100 g frisch geriebener Parmesan

Zutaten Béchamelsauce:

4 EL Butter
4 leicht gehäufte EL Mehl
1/2 l Milch
100 g Parmesan

Außerdem noch:
9–12 Lasagneplatten
250 g Mozzarella

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Hackfleisch in Öl braten gut anbraten bis sich Röstaromen bilden, dann die Zwiebeln und den Knoblauch mit anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, das Tomatenmark dazugeben, wieder anbraten, bis sich nochmals leichte Röstaromen durch das Tomatenmark bilden. Die geschälten, gewürfelten Tomaten, den Rotwein und die Kräuter dazugeben. Bei mir kocht Bolognese Sauce immer stundenlang (das können auch 4-5 Stunden sein) auf ganz kleiner Flamme, denn um so besser wird sie. Zwischendrin probiere ich immer wieder und würze dann erst mit Salz, Pfeffer und mit Parmesan.

Für die Béchamelsauce die Butter schmelzen, das Mehl dazugeben und unter Rühren kurz hellbraun anschwitzen. Die Milch und 250 ml Wasser langsam zugießen und einmal aufkochen lassen. Dann bei niedriger Temperatur gut 5 Minuten köcheln lassen, erst dann verschwindet der Mehlgeschmack.
Zum Schluss ¾ der Parmesans zufügen und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Boden einer großen Auflaufform dünn mit der Béchamelsauce bedecken, dann abwechselnd die Lasagneplatten, Bolognese- und Béchamelsauce schichten. Die letzte Schicht sollte die Béchamelsauce sein.
Den in Scheiben geschnittenen Mozzarella auf der Lasagne verteilen, mit dem restlichen Parmesan bestreuen und etwa 45 Minuten backen.

Matjessalat (Matjes-Stip) mit Pellkartoffeln


Zutaten für 4 Portionen:

12 Matjesfilets
750 – 1000 g Kartoffeln (je nach Hunger)
3 Zwiebeln
3 Apfel, säuerlich
6 Essiggurken
200 g Crème fraîche
200 g Saure Sahne
60 g Sahne
etwas Zitronensaft
etwas Zucker
Salz, Pfeffer
Petersilie (bei mir alternativ mit Schnittlauch)

Zubereitung:
Ich möchte voraus schicken, dass ich statt Crème fraîche, Saure Sahne und Sahne lieber griechschen Joghurt nehme. Diesmal habe ich auch noch die fettreduzierte Variante genommen, aber das bleibt jedem selbst überlassen.

Crème fraîche, Saure Sahne und Sahne gut miteinander verrühren.

Die Essiggurken abtropfen lassen und in Würfel schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend die Spalten in kleine Würfelchen schneiden und diese sofort mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Zwiebeln schälen und in dünne Scheibn schneiden. Wer möchte, kann die Äpfel in Scheiben und die Zwiebeln in Würfel schneiden. Die Matjesfilets, wenn sie in Öl eingelegt sind, mit einem Küchenkrepp ein bisschen abtrocknen, dann in Streifen schneiden.

Gurken, Äpfel und Zwiebeln unter die Sahnesauce heben. Diese mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank mindestens 3 drei Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen. Wer, so wie ich, Joghurt verwendet, kann die Matjes gleich zu den Zwiebeln und den Äpfeln geben und durchziehen lassen.

Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit kochendem Wasser 25 Minuten garen, abschrecken und mit einem kleinen Messer schälen.

Matjesfilets mit Pellkartoffeln und der Hausfrauensauce auf dem Teller anrichten. Petersilie (Schnittlauch) klein schneiden und über die Kartoffeln geben.

Tipp: Man kann den Matjessalat auch einfach auf Brot genießen.

Spaghetti Frutti di Mare


Da wir ja beide Nudeln für unser Leben gerne essen, muss es immer mal was anderes sein. Dieses Wochenende haben wir uns für Spaghetti mit Meeresfrüchten (Frutti di Mare) entschieden. Es gibt dieses Pastagericht in zwei Varianten, einmal mit Weißwein-Sahne-Sauce und mit Tomatensauce. Wir haben uns diesmal für die Tomatensauce entschieden. Da es im Winter ja keine frischen Meeresfrüchte gibt, haben wir gefrorene Meeresfrüchte genommen. Diese vor der Verarbeitung unbedingt auftauen und abtropfen lassen. Da uns eine Packung Nudeln immer für 4 Portionen reicht, haben wir sie aufgewärmt noch einmal genossen, was fast noch besser schmeckt.

Zutaten für 4 Personen:

400 g Spaghetti
400 g tiefgefrorene Frutti di Mare
250 g tiefgefrorene Garnelen, gekocht und geschält
1 Dose geschälte und gehackte Tomaten
10 Cherry-Tomaten (für die Optik)
4 Knoblauchzehen
4 El Olivenöl
½ Bund glatte Petersilie (lasse ich weg, da ich keine Petersilie mag)
½ Bund Basilikum (ich habe TK Basilikum genommen)
2 EL Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwei Stunden vor Zubereitung der Tomaten-Sauce, die Meeresfrüchte und die Garnelen aus dem Tiefkühlschrank nehmen und in einen Sieb geben. Die Tomaten waschen, vom Strunk lösen und halbieren. Den Knoblauch schälen, den grünen Trieb entfernen und in dünne Scheiben oder in kleine Würfel schneiden (niemals durch eine Presse drücken).
In einer großen Pfanne die Hälfte des Olivenöls erhitzen, den Knoblauch ins heiße Öl und geben, die Scheibchen darin circa zwei Minuten braten. Fügen Sie jetzt die abgetrockneten Meeresfrüchte, die Garnelen dazu und braten sie ebenfalls zwei Minuten lang mit an. Damit alle Frutti di Mare gleichmäßig schön gleichmäßig bräunen immer schön rühren.
Anschließend nehmen Sie die Meeresfrüchte aus der Pfanne und stellen sie auf einem Teller beiseite. In die gleiche Pfanne (nicht ausgespült) geben sie jetzt die Tomaten (aus der Dose und die frischen Tomaten) hinein. Mit einer Prise Salz würzen die Tomaten bei mittlerer Hitze unter stetigem Rühren circa 10 Minuten köcheln. In der Zwischenzeit waschen sie die Kräuter, schleudern sie trocken und hacken sie klein. Gießen Sie den Balsamico-Essig und das restliche Olivenöl zu den Tomaten in die Pfanne, fügen Sie die klein gehackten Kräuter hinzu und lassen Sie die Mischung bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln.
Während die Sauce kocht, stellen Sie einen Topf mit Salzwasser für die Nudeln auf den Herd, das Sie ebenfalls zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, geben Sie die Pasta hinein und kochen die Nudeln „al dente“. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, geben Sie die Meeresfrüchte wieder in die Pfanne zu der Tomatensoße. Mischen Sie die Frutti di Mare gut unter, damit sich alle gleichmäßig erwärmen. Schmecken Sie zum Schluss Ihre Meeresfrüchte mit Salz und Pfeffer ab, verteilen sie die Pasta auf 4 Teller und geben die Sauce mit den Meeresfrüchten auf die Pasta. Zum Schluss wird jeder Teller mit Basilikumblättern garniert. Guten Appetit.

Chicorée mit Schinken und Pellkartoffeln


Als ich beim Einkaufen die schönen Chicorée-Stauden gesehen habe, hatte ich spontan Lust auf überbackenen Chicorée und habe mich auf die Suche nach einem tollen Rezept gemacht. Es stand „mit Schinken“ oder „mit Räucherlachs“ zur Auswahl. Die Entscheidung fiel diesmal auf Schinken, beim nächsten Mal gibt es dann die Variante mit dem Räucherlachs. Mit Schinken, Käse und dieser cremigen Orangensauce hat uns das schon vorzüglich geschmeckt.

Zutaten:

800 g Chicorée (4-6 Stauden)
2 Bio-Orangen
1 EL Butter
Salz
Pfeffer
4 – 6 Scheiben gekochter Schinken (ca. 150 g)
200 g Frischkäse
1 kg vorw. festkochende Kartoffeln

Zubereitung:

Vom Chicorée die äußeren Blätter entfernen und die Stauden waschen, das Wurzelende abschneiden und den bitteren Strunk von unten kegelförmig herausschneiden. 1 Orange heiß waschen, abtrocknen und von einer Hälfte die Schale abreiben. Beide Orangen auspressen.

In einer beschichteten Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze zerlassen und die Chicoréestauden darin rundum anbraten, mit Salz und Pfeffer bestreuen. Den Orangensaft angießen und den Chicorée zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 10 Min. bissfest garen.

Den Backofen auf 180° vorheizen. Käse reiben. Den gegarten Chicorée aus dem Sud heben, jeweils mit 1 Scheibe Schinken umwickeln und in eine Auflaufform legen. Den Frischkäse im Sud auflösen, die Orangenschale hinzufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sauce über den Chicorée geben und mit dem geriebenen Käse bestreuen und im Backofen (Mitte) ca. 30 Min. überbacken.

Inzwischen Kartoffeln waschen und in Salzwasser zugedeckt bei mittlerer Hitze in ca. 30 Min. weich kochen. Pellkartoffeln abgießen und zum Chicorée servieren.