Bratäpfel mit Mandelbutter


Ich habe das Rezept schon einmal versucht, als wir unsere Freundin Andrea zu Besuch hatten. Ein Dessert soll ja immer die Krönung des Menüs darstellen und dementsprechend beeindruckend soll es sein. Es muss gar nichts grandioses sein, aber es muss einfach genau das gewisse „Etwas“ haben. Genau das gewisse „Etwas“ hat mein Bratapfel-Rezept. Die Krönung ist die Zimt-Mandel-Butter. Die Äpfel kamen schon ungebraten sehr gut an, haben wir diese auf unserer Heimreise im Oktober vom Gardasee bei einem Südtiroler Bauern gekauft. Aber auch als Bratapfel waren sie wunderbar geeignet. Zuhause würde ich wahrscheinlich zu einem „Breaburn“ greifen. Ich mag keine mehligen und süßen Äpfel. Ich mag sie knackig und leicht säuerlich und genau das, sind meine Südtiroler Bauernäpfel. Als Dessert kamen sie zu Abschluss nach einer „Quadralogie von der Ziege“ und einem Lammfilet mit Trüffelrisotto auf unseren Tisch. Die Rezepte folgen zeitnah (hoffentlich 🙂 ).

Zutaten:

Für 4 Portionen
50g Mandelblättchen
4 rotbackige, säuerliche Äpfel
50g Butter
3 EL Zucker
1/2 TL gemahlener Zimt
80 g Marzipanrohmasse
150 ml Orangensaft (ich habe jedesmal Weißwein genommen)
1 EL Zitronensaft
1 EL Zucker

 

Zubereitung:

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten und auf einen Teller geben und abkühlen lassen. 4 rotbackige, säuerliche Äpfel sehr gründlich waschen und die Deckel abschneiden. Kerngehäuse aus den Äpfeln großzügig ausstechen. In eine Auflaufform (ca. 30 cm Länge) setzen.

Butter, 3 El Zucker und 1/2 Tl gemahlenen Zimt gut verrühren. Abgekühlte Mandelblättchen unterrühren. In jede Apfelöffnung 20 g Marzipanrohmasse drücken. Mandelbutter darauf verteilen.

Orangensaft oder Weißwein, 1 El Zitronensaft und 1 El Zucker aufkochen, über die Äpfel in die Form gießen. Im heißen Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) in der Mitte des Ofens, 35 Min. backen. Nach 25 Min. die Deckel daraufsetzen und mitbacken. Schließlich die Äpfel mit dem Sud aus der Form auf 4 Tellern anrichten und mit je 1 Kugel Vanilleeis servieren.

Bratapfel-Likör


Ich hatte ja letztes Jahr schon die Idee einen Bratapfel-Likör zu machen, weil solche Dinge, wie ein leckerer Likör für mich so wunderschöne Geschenke zu Weihnachten sind. Aus verschiedenen Gründen ist das letztes Jahr nichts geworden. Der Likör hat wie Klosterfrau Melissengeist gerochen, probiert habe ich dann nicht mal und ich habe ihn entsorgt. Als Charlotte von Charlottas Küchentisch ihr Bratapfel-Likör-Rezept einstellte, habe ich mit mir gehadert, ob ich es nochmal versuchen sollte. Ich kann da ja einen gewissen Ehrgeiz entwickeln und wenn sich etwas lecker liest, dann versuche ich das Rezept dann auch. Ich muss sagen, er ist echt superlecker und fruchtig geworden.

2015-12-26 12.16.47

Zutaten Bratapfellikör (ergibt  ca. 2,5 l)

6 Äpfel
6 EL Honig
2 Vanilleschoten
4 Zimtstangen
3 Sternanis
250g brauner Zucker
1 Liter Korn
1 Liter naturtrüber Apfelsaft

2015-12-26 12.16.21

Zubereitung:

Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Apfelviertel in eine Auflaufform legen und mit dem Honig übergießen. Die Auflaufform ca. 10 Minuten bei 200 Grad in den Backofen stellen. Die Äpfel in ein hohes und luftdich verschließbares Gefäß füllen. Die Vanilleschoten aufschlitzen und mit den Zimtstangen, dem Sternanis und dem braunen Zucker über die Äpfel geben. Die Äpfel und den Zucker mit dem Korn aufgießen und umrühren. Jetzt wandert das verschlossene Gefäß für ca. 2 Wochen in den Kühlschrank (ich habs an mein immer gekipptes Küchenfenster gestellt). Zwischendurch habe ich das Glas immer mal wieder geschüttelt, dass der Zucker sich auflösen kann.
Nach ca. 2 Wochen (bei mir waren es fasts 4 Wochen) den kompletten Ansatz in einen großen Topf kippen, den Apfelsaft dazu gießen und kurz aufkochen lassen. Jetzt den Likör nur noch abseihen (ich hab ihn durch ein Leinentuch laufen lassen), damit die Gewürze, Äpfel und Schwebstoffe gefliltert werden. Noch warm in dekorative Flaschen füllen und genießen.

2015-12-26 12.16.36