Tom Kha Gai Suppe


Seit einiger Zeit schauen mein Mann und ich am Abend immer die tägliche Folge von der Küchenschlacht, aus der Mediathek. Wir haben dort schon das eine oder andere Rezept entdeckt, das ich nachgekocht habe. Dieses Mal war es eine Tom Kha Kai Suppe. Die Suppe ist eine Spezialität aus der thailändischen Küche, die zentralen Zutaten sind Kokosmilch, Hähnchen-brust, Galgant, Ingwer und Zitronengras. Wer möchte, kann die Suppe auch mit Meeresfrüchten oder vegetarisch zubereiten.

Das Thai-Wort tom (ต้ม) bedeutet „gekocht“, kha(ข่า) bedeutet „Galgant“ und kai (ไก่) bedeutet „Huhn“.

Im Rezept der Küchenschlacht werden Zwiebeln und Champignons grob gewürfelt, wir mögen das nicht, darum habe ich die Zwiebeln und die Champignons kleiner gewürfelt.

Zutaten für ca. 2 Portionen

2 Hähnchenbrustfilets, à 130-150 g
200 g braune Champignons
10 Mini-Pflaumentomaten
½ Gemüsezwiebel
1 rote Chilischote (habe ich durch Piment d’Espelette ersetzt)
3 cm Ingwer
3 cm Galgant
1 Limette
400 ml Kokosmilch
½ Bund Koriander
3 Stangen Zitronengras
5 gefrorene Kaffir-Limettenblätter
1 TL brauner Zucker (habe ich durch Kokosblütenzucker ersetzt)
1 TL Salz

Zubereitung

Die Hähnchenbrustfilets waschen, trocken tupfen und in Streifenschneiden. Die Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Champignons putzen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Chilischote der Länge nach halbieren und von den Scheidewänden und Kernen befreien, dann in feine Ringe schneiden. Ich habe die Chilischote durch Piment d’Espelette ersetzt. Das Zitronengras von den holzigen Blättern und Enden befreien und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Mit einem Fleischklopfer zerdrücken. Galgant und Ingwer in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Zitronengras in einen Gewürzball oder einen Teefiltertütchen geben. Die Limette halbieren und den Saft einer Hälfte auspressen. Die Hähnchenstreifen, Zwiebel, Champignons, Chilischote, Limettensaft, Kaffir-Limettenblätter, Kokosblütenzucker, Salz, Kokosmilch sowie das Gewürzsäckchen in einen Topf geben und alles kurz aufkochen lassen. Die Tomaten waschen, trockentupfen, halbieren oder vierteln und in die
Suppe geben. Den Topf vom Herd nehmen und die Suppe weitere 3-4 Minuten ziehen lassen. Das Gewürzsäckchen entfernen und die Suppe in Schüsseln anrichten. Koriander abbrausen, trocken wedeln und die Blättchen zerrupft über die Suppe geben. Ich habe statt dem Koriander Radieschenkresse verwendet.

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Rahmschwammerl mit Trüffel an Parmesan-Knödel


Ich liebe ja Kochsendungen und noch mehr liebe ich Kochsendungen die im Bayerischen Fernsehen kommen, die regionale Produkte verwenden und die den Geschmack von Heimat vermitteln. Es liefen ein paar Folgen von „Vronis Lieblingsschmankerl“ und in der ersten Folge gab es Rahmschwammerl mit Trüffel an Parmesan-Knödel. Mir lief beim Zugucken schon das Wasser im Mund zusammen und ich habe letzten Sonntag das Gericht nachgekocht. Es hat meine Erwartungen voll erfüllt und wir haben es total genossen. Der Parmesan in den Semmelknödeln und die Trüffelbutter in den Schwammerln (Pilze) waren wirklich ein Geschmackserlebnis. Hier das Rezept für Euch.

Zutaten für die Rahmschwammerl

1 kg gemischte Waldpilze
2 Schalotten
50 g Butter
2 Zweige Thymian
200 ml Weißwein
500 ml Sahne
1 El Trüffelbutter
Abrieb einer 1/4 Zitrone
Muskatnuss
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Knödel

400 g Knödelbrot
300 ml Milch
1 mittelgroße Zwiebel
100 ml Brühe
4 Eier
200 g Parmesan gerieben plus ein Stück zum Garnieren

Zubereitung

Die Pilze putzen (nicht waschen!!!) und in mundgerechte Stücke schneiden, die Schalotten fein würfeln und beides in einem Topf in Butter goldgelb anbraten (darf wirklich braten, da sich das Aroma der Pilze durch braten erst richtig entfaltet). Die Blätter von den Thymianzweigen streifen und kurz mit anbraten, danach mit dem Weißwein aufgießen und bis auf die Hälfte reduzieren. Die Sahne hinzugeben und aufkochen, danach die Trüffelbutter zugeben. Köcheln lassen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist und mit Zitronenabrieb, Muskatnuss, Salz und Pfeffer abschmecken. Währenddessen die Milch für die Knödel handwarm erwärmen, die Zwiebel würfeln und glasig in Butter anbraten, mit etwas Brühe angießen und einregulieren lassen, bis die Flüssigkeit fast weg ist. Das Knödelbrot in eine Schüssel geben, die Zwiebeln hinzugeben, die warme Milch, Eier und Parmesan zugeben und locker durchkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. In einem Topf Wasser mit gut Salz erhitzen (nicht kochen!). Mit feuchten Händen aus dem Teig Knödel formen. Nicht zu fest drücken, aber gut formen, damit die Knödel nicht zerfallen. Wir machen ja eine andere Form von Semmelknödel, wir geben den Teig auf eine Frischhalte- folie, rollen diese zu einer Wurst und packen die Teigmasse in Alufolie. Die Garzeit beträgt hier genauso ca. 20 Minuten, wie bei den Knödeln – beides muss im Wasser ziehen. Wenn die Knödel oben schwimmen, noch ca.5 Minuten weiterziehen lassen. Zum Garnieren Parmesan darüber hobeln und mit (evtl. Im Wald gefundenen) Sauerkleeblättern und Moosbeeren garnieren, nochmals Pfeffer darüber geben und evtl. Zitronenzesten.

Quelle: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/vronis-lieblingsschmankerl/vronis-lieblingsschmankerl

Waldpilzrahmsüppchen


Diese Vorspeise, das Waldpilzrahmsüppchen, ist Bestandteil eines Menüs, das ich für unseren lieben Freund und Radiokollegen Lord Asmodis gekocht habe. Er ist einer der wenigen Menschen, für dich ich mich noch gerne in die Küche stelle und aufwendig koche. Unser Menü an diesem schönen und eisigkalten Wintertag war: Vorspeise – Waldpilzrahmsüppchen, Hauptspeise – Wildschweingulasch mit selbstgemachten Spätzle, Dessert – Rose-Champagner-Gelee mit Baiser und rotem Pfeffer. Aber alles schön der Reihe nach, fangen wir mit der Vorspeise an.

Zutaten für 4 Personen:

600 g gemischte Waldpilze (gefrorene Waldpilzmischung und ein paar getrocknete Steinpilze)
1 kl. Pack Egerlinge
1 Zwiebel
2 EL Butter
50 g Mehl
1 1/2 l Gemüsebrühe (ich 1 l Gemüsebrühe und 0,5 l Weißwein)
100 g Sahne
1 Lorbeerblatt
1 Bund Petersilie
Salz
Pfeffer
etwas Zitronensaft
4 EL Crème fraîche
8 frische Egerlinge zur Deko

Zubereitung:

Die Pilze auftauen lassen und nochmal per Hand verlesen. Von den frischen Pilzen die Stielenden abschneiden und grob würfeln. Die Zwiebel schälen und fein würfeln, die Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebel darin andünsten. Jetzt die gefrorenen Pilze und die frischen Pilze dazugeben und bei starker Hitze ca. 3 Min. anbraten. Das Mehl drüber stäuben und unterrühren, den Wein und die Brühe dazu gießen und aufkochen. Die Sahne und das Lorbeerblatt hinzufügen und das Waldpilzsüppchen bei mittlerer Hitze ca. 10 Min. köcheln lassen, dann das Lorbeerblatt entfernen und das Süppchen fein pürieren. Die Pilze für die Garnitur mit wenig Butter in einer kleinen Pfanne hellbraun anrösten. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

 

Das Waldpilzsüppchen in tiefen Tellern anrichten und nach Belieben jeweils mit 1 Klecks Crème Fraîche und den angebratenen Pilzen garnieren.

Rahmschwammerl


Heute stelle ich ein einfaches Rezept ein, das es in meiner Kindheit oft gegeben hat. Meine Großmutter hat es immer gemacht und wir haben es alle geliebt. Heute bei diesem doch schon herbstlichen Wetter habe ich daran gedacht und nicht mal der Dauerregen konnte mich abhalten, meine Zutaten einzukaufen. Ich habe die Nachbarin – sie ist eine ältere Dame und fast blind – so verrückt gemacht, dass ich ihr glatt einen Teller voll gebracht habe. Wir haben so ein stilles Abkommen – ich bringe ihr immer mal ein Stückchen Kuchen oder was von meinen Gerichten und ich bekomme im Gegenzug immer mal einen Strauß Blumen oder eine besondere Pflanze für meinen Balkon.

Dazu gab es Semmelknödel, das Rezept gibt es separat.

Zutaten für 4 Personen:

1 kleine Zwiebel
2 EL ÖL
600 ml Gemüsebrühe
1 kleines Lorbeerblatt
3 EL getrocknete Egerlinge (ich habe Steinpilze genommen)
150 g Sahne
1-2 TL Speisestärke
20 g Butter
1 Knoblauchzehe (hab ich weggelassen)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Gemahlener Kümmel
Cayennepfeffer
600 g Schwammerl (Pilze – Steinpilze, Pfifferlinge oder braune Champignons)

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Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Die Brühe da zugießen, das Lorbeerblatt hinzufügen und die Zwiebel etwa 10 Minuten weich garen. Die Egerlinge dazugeben, den Topf vom Herd nehmen und die Sauce 20 Minuten ziehen lassen.
Das Lorbeerblatt entfernen. Die Sahne dazugeben, die Sauce mit dem Stabmixer aufschäumen und durch ein Sieb in einen Topf streichen.
Die Sauce erneut zum Köcheln bringen. Die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser glatt rühren, in die Sauce geben und weitere 2 Minuten sanft köcheln lassen. Die Butter untermixen. Den Knoblauch schälen, halbieren und mit der Zitronenschale in die Sauce geben. Knapp unter dem Siedepunkt einige Minuten ziehen lassen, beides wieder entfernen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer, je 1 Prise Kümmel und Chilipulver würzen.
Inzwischen die Pilze putzen, trocken abreiben und klein schneiden. Das restliche Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen und die Pilze portionsweise darin 1 bis 2 Minuten braten. Wenden, mit Salz und Pfeffer würzen und die Petersilie hinzufügen. Die gebratenen Pilze in die Sauce geben.

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Rezept von A. S aus „Meine bayrische Küche“