Münchner Apfelstrudel


Im Gegensatz zum Wiener Apfelstrudel, der am Blech gebacken wird, ist der Münchner Verwandte eine saftige Angelegenheit. Er wird in einer Bratreine zubereitet. Ersatzweise kann man auch eine feuerfeste Form oder eine Grillpfanne verwenden. Ich habe wieder meine Lieblingsäpfel Elstar genommen und den Strudelteig habe ich diesmal gekauft, da ich am Vormittag noch eine Radiosendung gemacht habe. Der Teig von Henglein ist wirklich fein, aber ich gebe natürlich das Grundrezept für den Strudelteig auch an. Das Rezept ist aus dem Buch „Bayerische Leibspeisen“ zusammengetragen von Olli Leeb.

Grundrezept Strudelteig

1/2 Pfund Mehl (250 g)
1-2 Eier
Prise Salz
3 EL Öl
1/8 l Wasser (125 ml)

Zubereitung Strudelteig

Das Mehl auf ein Brett sieben, eine Mulde hineindrücken und die Eier und das Salz in die Mulde geben. Das Öl und das Wasser noch in die Mulde dazugeben und dann von der Mitte aus, alles mit dem Mehl vermengen. Alles fest verkneten bis der Teig glatt und seidig ist. Je nach Mehlsorte noch Wasser oder Mehl dazugeben. Den Teig trennen, 2 Kugeln daraus formen, mit Öl bepinseln und unter einer warmen Schüssel eine halbe Stunde ruhen lassen. Auf einem bemehlten Tuch erst tellergroß auswellen, dann mit dem Handrücken ausziehen.

Zutaten Apfelstrudel

3 Pfund säuerliche Äpfel (1500 g)
Zitronensaft
150 g Weinbeeren (Rosinen)
5 EL Rum
80 g Butter
1/4 l Sauerrahm
Zucker und Zimt
1/4 l Milch
1/4 l Sahne

Zubereitung Apfelfüllung

Die Äpfel schälen, vierteln, Kernhaus, Stiel und Blüte entfernen. In dünne Scheiben schneiden und gleich mit Zitrone beträufeln, dass sich die Äpfel nicht verfärben. Die Rosinen mit dem Rum beträufeln und den Rum etwas einziehen lassen. Den Strudelteig ausziehen, mit zerlassener und warmer Butter bestreichen. Die Hälfte des Sauerrahms auf dem Teig verstreichen, die Äpfel gleichmäßig drauf verteilen und zum Schluss die Weinbeeren darüber streuen. Den Zimt-Zucker darüber geben und dann die Teigränder einschlagen und den Strudel mit Hilfe des Küchentuches zusammenrollen und in die ausgebutterte Reine/Form gleiten lassen. Den Backofen aus 250 Grad vorheizen. Wenn der zweite Strudel fertig ist, beide Strudel mit der restlichen Butter bestreichen, die Milch mit der Sahne aufkochen und über die Strudel geben. Die Reine in der mittleren Einschubleiste in den Ofen geben und 45-60 Minuten knusprig und goldgelb backen lassen. Auskühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

Versunkener Apfelkuchen


Ich bin ja ein bisserl im Apfelfieber und ich habe auch meinen optimalen Apfel zum Kochen und Backen gefunden. Elstar ist eine aromatische, sehr saftige und fein-säuerliche Apfelsorte mit weiß-gelblichem Fruchtfleisch. Aufgrund der starken Saftigkeit eignet sich Elstar besonders für Apfelstrudel und andere Rezepte von Apfelkuchen. Aber auch zum „SoEssen“ ist er ein echt feiner Apfel. Ich habe diesen feinen, aber einfachen Apfelkuchen spontan gebacken, aber der Rührteig ist so fluffig und fein geworden, dass ich Euch das Rezept nicht vorenthalten möchte.

Zutaten (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser).

200 g weiche Butter
150 g Zucker
3 Eier (Größe L)
150 g Mehl
50 g Speisestärke
½ Pck. Backpulver
900 g säuerliche Äpfel (ich habe Elstar genommen)
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Backform gut einfetten.
Die weiche Butter und Zucker mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine hellschaumig rühren. Die Eier nach und nach unterrühren. Mehl, Speisestärke, Backpulver mischen und nur kurz unterrühren. Den Teig in die Form füllen.
Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Den Teig damit belegen und etwas in den Teig drücken. Im Ofen (Mitte, Umluft 160°) ca. 35 Min. backen. Aus der Form lösen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.