Pilzknödel mit Chicorée und rahmigen Zwiebeln


Da der liebe Erich und ich, mit unserem momentanen Gewicht so gar nicht zufrieden sind, wir eigentlich eine Stoffwechsel-Diät in Angriff nehmen wollen, dies aber aus verschiedenen Gründen (dazu zu einem späteren Zeitpunkt mal mehr) noch nicht praktikabel ist, haben wir uns heute beim Autofahren entschlossen, dass wir nunmehr bereits ohne Zucker und Kohlenhydrate uns in Stimmung bringen wollen. So als letzte Kohlenhydrat-Mahlzeit gab es heute bei uns zum Abendessen Pilzknödel mit Chicorée und rahmigen Zwiebeln. Gesehen habe ich das Gericht in der Sendung „Wir in Bayern“ und die sympathische Diana Burkel hat dieses Gericht in der Sendung gekocht. Ich habe es mir sehr lecker vorgestellt und da ich nach meiner Gallen-OP nunmehr keine Probleme mit dem Genuss von Zwiebeln und Knoblauch habe, musste ich das Gericht unbedingt versuchen. Es hat sich gelohnt und es wird es sicher nicht das letzte Mal bei uns gegeben haben. Der bittere Chirorée dazu, ist eine Super-Kombi und wiederum der Salat angemacht mit dem Orangen-Dressing… es passt einfach wunderbar.

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Zutaten Pilzknödel:
Rezept für 4 Personen

15 g getrocknete Pilze (Steinpilze, Morcheln oder Pilz-Mix)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 EL Butter
1 Knoblauchzehe, angedrückt
600 g mehlig kochende Kartoffeln
90 g Kartoffelmehl
2-3 Eigelb
1 gespickte Zwiebel (Zwiebel, die mit 2 Nelken und 1 Lorbeerblatt gespickt ist)
Muskat, Salz, Pfeffer zum Würzen

Zubereitung:

Pilze mindestens 1 Stunde in warmem Wasser einweichen, am besten aber mehrere Stunden. Ich hatte sie fast 5 Stunden eingeweicht. Ich kaufe meine getrockneten Steinpilze immer in Italien und sie sind sehr sehr sauber geputzt. Bei Bedarf danach gründlich abspülen, abtropfen lassen, sehr gut ausdrücken und ganz fein schneiden. Butter (ich hab neutrales Öl genommen) in einer kleinen Pfanne erhitzen und Zwiebeln und Pilze darin drei Minuten anschmoren. Mit Salz und Pfeffer würzen, Knoblauch zum Aromatisieren dazugeben und Pilzatlase auskühlen lassen.

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Die Kartoffeln ungeschält 25-30 Minuten in kochendem Salzwasser leise köcheln, abgießen, ausdampfen lassen, pellen und durch die Kartoffelpresse noch warm in eine Schüssel pressen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Pilze, Eigelb, das Kartoffelmehl zugeben und mit der Hand zügig zu einem glatten Teig verarbeiten. Eventuell die Hände mit dem etwas Kartoffelmehl bestäuben und aus der Kartoffelmasse mit dem Eisportionieren kleine Knödelchen vorformen und mit den Händen fertig drehen. Je feuchter die Kartoffelmasse ist, desto mehr Kartoffelmehl wird benötigt. Dann zusammen mit der gespickten Zwiebel in reichlich leicht siedendes Salzwasser geben und 10-15 Minuten ohne Deckel gar ziehen lassen.

Tipp: Wer möchte, kann den gekochten Knödel in Butter abschmelzen oder den erkalteten Knödel in Scheiben schneiden und anbraten.

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Rahmige Zwiebeln:

6 große Zwiebeln, geachtelt
Abrieb von 1 Bio-Orange
1 EL Öl
etwas Wasser zum Angießen
100 ml Sahne
Salz zum Würze
½ TL grober Pfeffer
Eine Prise Zucker

Zubereitung:

Zwiebeln in Öl ohne Farbe anschwitzen, gleich salzen, etwas Wasser, Orangenschalenabrieb zugeben und die Zwiebeln weich schmoren. Sahne dazugeben und die Zwiebeln rahmig einkochen lassen, zum Schluss mit Salz, Pfeffer und wer mag noch einer kleinen Prise Zucker abschmecken.

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Chicorée-Salat:

2 rote Chicorée
Saft einer Orange
Salz, Zucker, Olivenöl zum Würzen (ich habe noch einen kleinen Klecks Senf dazu gegeben)

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Zubereitung:

Chicorée waschen und in seine Rispen aufblättern, evtl. diese noch längs halbieren. Chicorée mit Orangensaft, Salz, Zucker, Senf und Olivenöl zum Salat anmachen.

Pilzknödel

 

 

 

 

Kürbisgemüse mit Nudeln, Steinpilzen und Tomaten


Ich bin gerade voll am „Kürbis-Tripp“ und möchte heute ein veganes Gericht vorstellen. Ich fand beim lesen des Rezeptes die Kombi von Kürbis, Steipilzen und getrockneten Tomaten sehr ansprechend. Weil ich die Nudelsorte ausgerechtnet nicht zuhause hatte, habe ich mich nach dem großen Wochen-Putz noch ins Auto gesetzt und bin zum Feinkost Italiener gefahren. Wir waren ziemlich gespannt, wie das schmeckt und wir haben beide befunden, dass es richtig lecker ist. Nebenbei habe ich noch den Rest des Kürbis geraspelt, weil morgen noch eine tolle Torte folgen wird.

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Zutaten für 4 Portionen:

40 g getrocknete Steinpilze
350 g Hokkaidofruchtfleisch
2 Zwiebeln (ich hab rote genommen)
2 Knoblauchzehen
1-2 Zweige Rosmarin
80 g getrocknete Tomaten (eingelegt in Öl)
300 g Nudeln (Casarecce)
Salz
3-4 EL gutes Olivenöl
Pfeffer aus der Mühle

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Zubereitung:

Die Pilze mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und ca. 30 Minuten quellen lassen. Das Wasser nicht wegschütten. Kürbis waschen, trocknen, entkernen und in 3-4 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und fein schneiden. Den Rosmarin waschen und vom Stil zupfen, klein schneiden. Die Tomaten abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Die Pilze gut ausdrücken und den Einweichsud aufheben. Die Nudeln nach Packungsanleitung in kochendem Wasser „al dente“ kochen. In der Zwischenzeit, die Zwiebel und den Knoblauch glasig andünsten. Ein wenig Pilzwasser dazugeben und dann Kürbis, Pilze und Rosmarin dazugeben und 7-8 Minuten weich dünsten, bis die Flüssigkeit verkocht ist. Die Tomaten dazugeben und kurz mitbraten. Die Nudeln abgießen und zum Pilz-Kürbis-Gemüse geben. Mit dem Öl der Tomaten durchschwenken, salzen, pfeffern und auf Tellern anrichten.

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Heute stelle ich ein einfaches Rezept ein, das es in meiner Kindheit oft gegeben hat. Meine Großmutter hat es immer gemacht und wir haben es alle geliebt. Heute bei diesem doch schon herbstlichen Wetter habe ich daran gedacht und nicht mal der Dauerregen konnte mich abhalten, meine Zutaten einzukaufen. Ich habe die Nachbarin – sie ist eine ältere Dame und fast blind – so verrückt gemacht, dass ich ihr glatt einen Teller voll gebracht habe. Wir haben so ein stilles Abkommen – ich bringe ihr immer mal ein Stückchen Kuchen oder was von meinen Gerichten und ich bekomme im Gegenzug immer mal einen Strauß Blumen oder eine besondere Pflanze für meinen Balkon.

Dazu gab es Semmelknödel, das Rezept gibt es separat.

Zutaten für 4 Personen:

1 kleine Zwiebel
2 EL ÖL
600 ml Gemüsebrühe
1 kleines Lorbeerblatt
3 EL getrocknete Egerlinge (ich habe Steinpilze genommen)
150 g Sahne
1-2 TL Speisestärke
20 g Butter
1 Knoblauchzehe (hab ich weggelassen)
1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Gemahlener Kümmel
Cayennepfeffer
600 g Schwammerl (Pilze – Steinpilze, Pfifferlinge oder braune Champignons)

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Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten. Die Brühe da zugießen, das Lorbeerblatt hinzufügen und die Zwiebel etwa 10 Minuten weich garen. Die Egerlinge dazugeben, den Topf vom Herd nehmen und die Sauce 20 Minuten ziehen lassen.
Das Lorbeerblatt entfernen. Die Sahne dazugeben, die Sauce mit dem Stabmixer aufschäumen und durch ein Sieb in einen Topf streichen.
Die Sauce erneut zum Köcheln bringen. Die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser glatt rühren, in die Sauce geben und weitere 2 Minuten sanft köcheln lassen. Die Butter untermixen. Den Knoblauch schälen, halbieren und mit der Zitronenschale in die Sauce geben. Knapp unter dem Siedepunkt einige Minuten ziehen lassen, beides wieder entfernen. Die Sauce mit Salz, Pfeffer, je 1 Prise Kümmel und Chilipulver würzen.
Inzwischen die Pilze putzen, trocken abreiben und klein schneiden. Das restliche Öl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze heiß werden lassen und die Pilze portionsweise darin 1 bis 2 Minuten braten. Wenden, mit Salz und Pfeffer würzen und die Petersilie hinzufügen. Die gebratenen Pilze in die Sauce geben.

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Rezept von A. S aus „Meine bayrische Küche“