Kartoffelbratl


Heute gibt es ein feines Rezept, das ursprünglich aus Niederbayern kommt. Die Liebe zwischen Oberbayern und Niederbayern ist nicht übermäßig groß, aber man kann ja schließlich die Rezepte eines anderen Regierungsbezirkes nachkochen. Das Kartoffelbratl ist ein schnell gemachtes Sonntagsessen, das aber auch an Feiertagen und wochentags genossen werden darf. Mir hat das Rezept ein Arbeitskollege gegeben, allerdings auch kein Niederbayer, sondern ein Allgäuer :-). Wichtig beim Kartoffelbratl ist die Kruste. Man kann einen Schweinekrustenbraten nehmen, aber auch Rippchen oder ein Wammerl (Schweinebauch), eignet sich wunderbar dafür.

Zutaten für zwei hungrige Personen:

1 kg Schweinekrustenbraten
900 g mehligkochende Kartoffeln
2-3 Karotten
Salz
Pfeffer
gemahlener Kümmel
400 ml Wasser (alternativ 200 ml Wasser und 200 ml Bier)

Zubereitung:

Das Fleisch waschen und trocken tupfen, dann die Kruste mit einem scharfen Messer gitterförmig einschneiden. Das Fleisch gut mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen.

Nun das Fleisch mit der Krustenseite nach unten in einen Bräter legen und bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 35 – 40 min in den Ofen schieben.

Inzwischen die Kartoffeln schälen und kleine, gleichmäßige Würfel schneiden. Den Bräter aus dem Ofen nehmen, das Fleisch rausnehmen und die Kartoffelwürfel hineingeben und gut salzen und pfeffern. Das Fleisch nun wieder mit der Krustenseite nach unten auf die Kartoffeln legen und für weitere 15 min in den Ofen zurückgeben.

Jetzt Wasser oder Bier hineingießen und die Temperatur auf 200 °C erhöhen. Nach weiteren 15 min kann das Fleisch jetzt gewendet werden. Nach weiteren 30 min sind auch die Kartoffeln und die Karotten fertig. Einfach mal anstechen, oder probieren.

Guten Appetit

Kürbissuppe


Heute gab es eine sehr leckere Kürbis-Gemüse-Suppe von meiner lieben Kollegin Manja. Ich kenne sie ja nur mit Kokosmilch, aber mit Schmelzkäse war mir das neu und ich war sehr sehr neugierig. Sie hat uns so gut geschmeckt, ich konnte schon als ich mit Abschmecken fertig war, nicht aufhören zu probieren. Wer also mal Lust auf die „etwas andere Kürbissuppe“ hat, unbedingt nachkochen. An dieser Stelle, vielen lieben Dank Manja.

Zutaten:

1 Hokaido-Kürbis
1 Bund Suppengrün (ich nur Sellerie, zwei Karotten und eine Petersilienwurzel)
1 Metzger-Zwiebel (oder zwei kleine Zwiebeln)
750 ml Gemüsebrühe
1 Pack Schmelzkäse
1 Pack Kräuter-Schmelzkäse
Salz, Pfeffer, Curry, Zimt und 1 EL Honig (Imkerei Tobias Schwedler)

Zubereitung:

Kürbis halbieren und entkernen. Kürbis, Zwiebel und das Suppengemüse in grobe Stücke schneiden. Etwas Puderzucker karamellisieren und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Das Suppengemüse und den Kürbis mit Sesamöl ca. 5 Min andünsten lassen, bis es süßlich duftet, dann mit der Gemüsebrühe aufgießen und 15 Minuten köcheln lassen. Mit dem Stabmixer alles pürieren und mit den Gewürzen und dem Honig abschmecken und dann den Schmelzkäse hinzufügen.

Dazu schmecken geröstete Weißbrotstücke (Croutons) – bei uns gab es getoastetes Toastbrot dazu – weil ich kein Croutonfan bin.

Pikante Gemüsepflanzerl


Da wir in der Vergangenheit schon ein paar mal diese Pflanzerl gegessen haben und wir die wirklich total lecker finden, habe ich versucht das Rezept zu finden und es hat dann auch tatsächlich geklappt. Es muss nicht immer Fleisch sein und ich habe mich in der Menge ein bisschen verschätzt, so haben wir eben noch zwei Tage was zum Essen. Die liebe Nachbarin mag die nicht, weil sie keinen Knoblauch mag, aber sie hatte ja was von der Apfel-Zwiebel-Quiche bekommen. Kochen ist Kommunikation, das hat es mir heute wieder bewiesen. Letzten Samstag ist bei den Nachbarn der Rauchmelder angegangen und wir hatten aber schon mitbekommen, dass diese nicht zu Hause waren. Der Rauchmelder ging ein zweites Mal los und wir waren ziemlich ratlos. Da aber dann Ruhe war, haben wir davon abgesehen, die Polizei bzw. die Feuerwehr zu verständigen. Montag habe ich Florian dann im Treppenflur getroffen und hab ihm von den Geschehnissen berichtet. Wir haben daraufhin ausgemacht, dass wir die Handynummern tauschen, dass man sich im Notfall auch verständigen kann. Bisher hatte weder er noch ich, den Zettel mit den Nummern eingeworfen. Heute beim Ausbraten der Gemüsepflanzerl ist prompt der Rauchmelder angegangen. Es hat kurz gedauert, ehe ich ihn ausgeschaltet hatte und 10 Minuten später klingelte es an der Tür. Florian stand draussen, grinste und meinte, ich hab ihn grad lautstark erinnert, dass wir die Nummern tauschen wollten. Ich musste auch lachen und er meinte noch, es würde verdammt lecker riechen und wir sollten uns das Essen schmecken lassen. Tja – so entsteht nette Kommunikation.

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Zutaten für die Gemüsepflanzerl (6 Personen)

½ Hokaido-Kürbis (Butternut geht genauso gut)
2 Zucchini
4 Karotten
1 Stange Lauch (ich habe Lauchzwiebeln genommen)
1 Stück Sellerie
1 rote Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (etwa Daumengroß)
2 Chilis
400 g Bergkäse
4 Eier
6 EL Mehl
Rapsöl
Salz, Pfeffer, Rosenpaprika (edelsüß), Cayennepfeffer

Joghurt-Dipp:

500 g Joghurt
1-2 Zehen Knoblauch
8 Kräuter (gefrorene)
½ Bio-Zitrone (etwas Abrieb davon)
Salz, Pfeffer

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Zubereitung:

Den Kürbis, die Karotten, die Zwiebeln, den Knoblauch und den Sellerie schälen, die Zucchini und die Lauchzwiebeln waschen und mit dem Zerkleinerer alles grob zerkleinern. Das Ganze leicht salzen, vermengen und ziehen lassen. Nach einigen Minuten ausdrücken und den Saft abgießen. Den Bergkäse ebenfalss zerkleinern und zu dem anderen Gemüse dazu geben. Ingwer schälen und mit den Chilis fein hacken und dazu geben. Eier aufschlagen und zu dem Gemüse geben. Mit Rosenpaprika, Cayennepfeffer, Pfeffer, Salz pikant würzen, Mehl drüber streuen und alles gut vermengen. Die Masse darf nicht zu nass sein, sonst fallen die Pflanzerl beim Braten und Wenden auseinander. Etwa 3 gehäufte Esslöffel der Masse nehmen und Pflanzerl formen. In eine Pfanne mit Rapsöl die Pflanzerl geben, flach drücken und bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie auf beiden Seiten eine schöne goldbraune Farbe haben.

Guten Appetit

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