Schwäbische Krautkrapferl


Immer wieder sehe ich Bilder, oder lese Rezepte von den sagenumwobenen schwäbischen Krautkrapferl. Ich habe im Hofladen meines Vertrauens frisches Sauerkraut gekauft und schon waren die Krautkrapferl in der Umsetzung. Strudelteig selber machen ist ein bisserl „tricky“, aber das Rezept gelingt bestimmt. Es ist ein ganz feines Winteressen, dazu passt wunderbar ein Gläschen Federweißer oder lieblicher Weißwein. Hier also mein Rezept 🙂

Zutaten für den Krautkrapferlteig

375 g Mehl
2 Eier
2 halbe Eierschalen Wasser
2 EL Öl oder weiche Butter
1 Prise Salz

Zutaten für die Krautkrapferlfüllung

500 g Sauerkraut
2 Zwiebeln
300 g durchwachsener, geräucherter Speck (in Würfel geschnitten)
Salz, weißer Pfeffer
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
1 Prise Zucker
1 Prise Kümmel
1 Gewürznelke
1/8 l Fleischbrühe oder Weißwein

Zubereitung des Krautkrapferlteigs

Das Mehl und das Salz in eine Schüssel geben. Mit der Küchenmaschine (alternativ ein Handrührgerät) die Eier, die Butter und nach und nach das Wasser zugeben bis ein geschmeidiger, nicht zu fester Teig entsteht. In 2 Kugeln teilen und in Klarsichtfolie einpacken, 20 Min. ruhen lassen.

Zubereitung der Krautkrapferl

Den Backofen auf 200 °C vorheizen.

Die Teigkugeln auf einem bemehlten Geschirrtuch ca. 2 – 3 mm dick zu einem Rechteck (ca. 35 x 45 cm) ausrollen. Die erste Hälfte der Krautfüllung darauf gleichmäßig verteilen. Den Teig mit Hilfe des Geschirrtuches von der Breitseite her einrollen. Mit der zweiten Teigkugel genauso verfahren.

Einen Bräter gut einfetten, dann die Teigrollen mit einem großen scharfen Messer in ca. 5 bis 6 cm breite Scheiben schneiden und diese mit der Schnittstelle nach oben in die Form stellen . Die Krautkrapferl sollten so in den Bräter gestellt werden, dass dieser gut gefüllt ist und wenig Zwischenraum bleibt. Vom Rand her so viel Brühe oder Wein angießen, dass die Krautkrapfen 2 bis 3 cm in der Flüssigkeit stehen. Den restlichen Speck in dünne Streifen schneiden und über den Krapferln verteilen. Die Auflaufform mit Alufolie dicht abdecken und auf mittlerer Schiene des vorgeheizten Backofens stellen.

Bei 200 °C 25 Min. garen. Dann die Folie entfernen und die Krapfen weiterbacken bis das Wasser verdampft ist und die Krapferl oben schön gebräunt sind.

Zwiebelkuchen mit Speck


Die Idee für den Zwiebelkuchen entstand erst mal, durch einen absoluten Fehlkauf. Wir gehen ja Mittwochs immer in unserem Lieblings-Edeka einkaufen und Erich entdeckte in der Kühltruhe am Eingang, wo es ausgefallene Leckerein gibt, kleine Zwiebelkuchen zum Aufbacken. Da wir immer relativ spät heimkommen, ist was „Schnelles“ immer ein gute Alternative zum Abendessen. Ich kann Euch sagen, es war unbeschreiblich grässlich, was da auf unserem Teller gelandet ist. Ich habe gesagt, das kann ich viel besser und habe mich auf Rezeptsuche gemacht. Die Fragen, die sich mir stellten, Mürbeteig oder Hefeteig oder gar Blätterteig. Hefeteig, den dann noch warm, dazu Zwiebeln, das wollte ich uns nicht antun. Da wir beide so gerne Blätterteig mögen, habe ich mich dafür entschieden. Ich mag die Produkte von Henglein und so habe ich auch diesen Blätterteig bevorzugt. Der Zwiebelkuchen ist sehr lecker geworden und ich möchte Euch das Rezept auch gerne vorstellen.

Zutaten für 4 Portionen

500 g Blätterteig
200 g Speck durchwachsen (Bacon)
400 g Zwiebeln
200 g Emmentaler und/oder Bergkäse (ich habe halb und halb genommen)
3 Stück Eier (Größe L)
200 g Saure Sahne 10 % Fett
200 ml Milch
Salz, Pfeffer, Kümmel, Paprika edelsüß

Zubereitung

Backofen auf 220°C Ober-Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, das Papier auch am Rand hoch legen (ggf. 2 Bögen nehmen). Blätterteig auf das Backpapier legen und einen Rand formen, dass nachher das Eier-Sahne-Gemisch nicht verläuft.
Zwiebeln schälen, vierteln und in Ringe schneiden. Den Speck würfeln und in einer Pfanne anbraten, dann die Zwiebeln zum Speck geben und hellgelb anbraten. Die Zwiebeln sollen nur glasig werden. Die Speck-Zwiebel-Mischung nun gleichmäßig auf dem Blätterteig verteilen.
De Käse reiben und und über die Speck-Zwiebelmischung geben.
Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. Das Eigelb mit saurer Sahne und Milch glatt rühren und mit edelsüßem Paprika, Pfeffer und wenig Salz würzen. Den Eischnee vorsichtig mit dem Schneebesen unter die Ei-Sahne heben. Mischung auf dem Käse verteilen und mit Kümmel bestreuen.
Im Ofen bei Ober-Unter-Hitze auf unterer Schiene bei 220°C ca. 20 – 25 Minuten backen bis der Zwiebelkuchen goldbraun ist.

Tipp
Dazu passend Weißwein oder Federweißer. Man kann den Zwiebelkuchen als Hauptgericht essen, aber auch gut als warmen oder kalten Snack.

Krautsalat mit Senfdressing


Heute möchte ich Euch eine Beilage vorstellen. Nachdem mein Backresultat diese Woche im Mülleimer gelandet ist, habe ich mich an diesem Wochenende auf bodenständiges Kochen und Backen beschränkt. Gebacken habe ich meinen Käsekuchen, den ich aber mit frischen Himbeeren aufgepeppt habe (was sehr lecker schmeckt) und zum Abendessen gibt es heute ein wunderbar einfaches Rindergulasch mit Nudeln. Da ich aber noch ein halbes Spitzkraut im Kühlschrank hatte, dachte ich mir, ein Krautsalat passt wunderbar dazu. Ich kenn nur den Weißkrautsalat aus meiner Jugend, blanchiert und mit ausgelassenem Speck, aber das war heute gar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Ich bin ein bisserl gesurft und habe dieses Rezept bei „Eat Smarter“ entdeckt. Ich hab mir den Salat lecker vorstellt und wir sind auch nicht enttäuscht worden.

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Zutaten für 4 Portionen:

1 kleiner Weißkohl (ca. 1,2 kg)
2 Zwiebeln
200 ml milder Essig
100 ml neutrales Öl
4 EL Zucker
½ EL Salz
1 TL scharfer Senf

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Zubereitung:

Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen. Den Spitzkohl halbieren und die Hälften nochmals längs halbieren. Den Strunk herausschneiden. Die Viertel mit einem Messer (ich hab das Messer genommen) oder auf dem Gemüsehobel in feine Streifen hobeln und in eine Schüssel geben.

Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden.

Den Essig mit den Zwiebeln, dem Öl, dem Zucker und dem Salz in einem kleinen Topf aufkochen. Den heißen Sud vom Herd nehmen und den Senf einrühren. Den heißen Sud über die Weißkohlstreifen gießen und gut vermengen. Ich habe den Salat abschließend mit den Händen schön geknetet.

Den Krautsalat mit einem Teller abdecken und im Kühlschrank am besten über Nacht ziehen lassen (ich hab ihn morgens gemacht und wir haben ihn zu Abend gegessen und nicht im Kühlschrank gehabt).

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