Mezze Maniche Amatriciana


Beim durchblättern meines italienischen Lieblingskochbuches bin ich auf einem Nudelrezept hängengeblieben. Wie immer hat mich das Bild angeprochen, optisch und meine Geschmacksnerven wurden ebenfalls aktiviert. Es war das Rezept für „Mezze Maniche Amaticiana“. Mich sprachen die Nudeln an und dann noch die Soße mit dem Speck und den Zwiebel. Ja es dauerte wieder nicht lange, die Nudeln waren schnell gekauft, Speck hatte ich zuhause. Da wir gestern ja ursprünglich grillen wollten und das herannahende Gewitter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, war das unser alternatives, aber sehr pikantes und feines Abendessen.

Zutaten für 4 Personen:

100 g Pancetta (ersatzweise luftgetrockneter Speck)
1 Zwiebel
400 g Tomaten (alternativ eine Dose gute geschälte Tomaten)
2 EL Olivenöl
50 ml trockener Weißwein
1 getrockneter Peperoncino
Salz
400 g Mezze Maniche

Zubereitung:

Pancetta/Speck in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Tomaten überbrühen, häuten, entkernen und würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Pancetta und die Zwiebel darin bei schwacher Hitze etwa 5 Min. anbraten (darf ein bisschen kross sein). Die Tomaten und den Wein dazugeben, Peperoncino zerkrümeln und untermischen. Die Sauce mit Salz und Pfeffer würzen und offen bei schwacher Hitze etwa 10 Min. köcheln lassen. Inzwischen die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen. Die Nudeln abgießen, mit dem Sugo mischen und gleich anrichten. Nach Belieben mit Pecorino servieren.

Zur Geschichte der Mezze Maniche all’amatriciana (in Italien werden oft auch Spaghetti verwendet):

Bei diesem Nudelgericht handelt es sich um ein traditionelles Gericht der italienischen Küche, das heute aus Tomaten, Pecorino, Peperoncini, Olivenöl und Guanciale besteht. Guanciale ist ein ungeräucherter, pikanter Speck aus der Schweinebacke, der in der italienischen Region Latinum hergestellt wird und dem Rezept eine besondere Würze gibt. Die Zutaten werden zu einer Sauce vermischt und anschließend mit der für Italien typischen Pasta vermischt. Das Originalrezept, die Spaghetti alla gricia, enthält allerdings keine Tomaten, da diese mit den früheren Kühlmöglichkeiten zu leicht verdarben und somit ungeeignet waren. Das Gericht war früher eine typsiche Hirtenmahlzeit, die nur lange haltbare Lebensmittel mit in die Berge nehmen konnten.

Bis heute wird in Amatrice, einer italienischen Gemeinde, am letzten Wochenende im August die „Sagra degli Spaghetti all’amatriciana“ gefeiert. Ein wahres Spaghetti-Fest, bei welchem ganze Berge des Nudelgerichtes unter die Menschen gebracht wird.

Spaghetti Frutti di Mare


Da wir ja beide Nudeln für unser Leben gerne essen, muss es immer mal was anderes sein. Dieses Wochenende haben wir uns für Spaghetti mit Meeresfrüchten (Frutti di Mare) entschieden. Es gibt dieses Pastagericht in zwei Varianten, einmal mit Weißwein-Sahne-Sauce und mit Tomatensauce. Wir haben uns diesmal für die Tomatensauce entschieden. Da es im Winter ja keine frischen Meeresfrüchte gibt, haben wir gefrorene Meeresfrüchte genommen. Diese vor der Verarbeitung unbedingt auftauen und abtropfen lassen. Da uns eine Packung Nudeln immer für 4 Portionen reicht, haben wir sie aufgewärmt noch einmal genossen, was fast noch besser schmeckt.

Zutaten für 4 Personen:

400 g Spaghetti
400 g tiefgefrorene Frutti di Mare
250 g tiefgefrorene Garnelen, gekocht und geschält
1 Dose geschälte und gehackte Tomaten
10 Cherry-Tomaten (für die Optik)
4 Knoblauchzehen
4 El Olivenöl
½ Bund glatte Petersilie (lasse ich weg, da ich keine Petersilie mag)
½ Bund Basilikum (ich habe TK Basilikum genommen)
2 EL Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwei Stunden vor Zubereitung der Tomaten-Sauce, die Meeresfrüchte und die Garnelen aus dem Tiefkühlschrank nehmen und in einen Sieb geben. Die Tomaten waschen, vom Strunk lösen und halbieren. Den Knoblauch schälen, den grünen Trieb entfernen und in dünne Scheiben oder in kleine Würfel schneiden (niemals durch eine Presse drücken).
In einer großen Pfanne die Hälfte des Olivenöls erhitzen, den Knoblauch ins heiße Öl und geben, die Scheibchen darin circa zwei Minuten braten. Fügen Sie jetzt die abgetrockneten Meeresfrüchte, die Garnelen dazu und braten sie ebenfalls zwei Minuten lang mit an. Damit alle Frutti di Mare gleichmäßig schön gleichmäßig bräunen immer schön rühren.
Anschließend nehmen Sie die Meeresfrüchte aus der Pfanne und stellen sie auf einem Teller beiseite. In die gleiche Pfanne (nicht ausgespült) geben sie jetzt die Tomaten (aus der Dose und die frischen Tomaten) hinein. Mit einer Prise Salz würzen die Tomaten bei mittlerer Hitze unter stetigem Rühren circa 10 Minuten köcheln. In der Zwischenzeit waschen sie die Kräuter, schleudern sie trocken und hacken sie klein. Gießen Sie den Balsamico-Essig und das restliche Olivenöl zu den Tomaten in die Pfanne, fügen Sie die klein gehackten Kräuter hinzu und lassen Sie die Mischung bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln.
Während die Sauce kocht, stellen Sie einen Topf mit Salzwasser für die Nudeln auf den Herd, das Sie ebenfalls zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, geben Sie die Pasta hinein und kochen die Nudeln „al dente“. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, geben Sie die Meeresfrüchte wieder in die Pfanne zu der Tomatensoße. Mischen Sie die Frutti di Mare gut unter, damit sich alle gleichmäßig erwärmen. Schmecken Sie zum Schluss Ihre Meeresfrüchte mit Salz und Pfeffer ab, verteilen sie die Pasta auf 4 Teller und geben die Sauce mit den Meeresfrüchten auf die Pasta. Zum Schluss wird jeder Teller mit Basilikumblättern garniert. Guten Appetit.

Linguine mit gebratener Geflügelleber


Ich liebe ja Pasta – in jeder Form und als ich über das Rezept gestolpert bin, wußte ich – das muss ich versuchen. Birne, Leber, Salbei und Marsala erschienen mir eine wunderbare Kombination. Das war auch so, ich habe es gestern versucht und es hat uns total gut geschmeckt. Darum möchte ich Euch auch jetzt das Rezept vorstellen. Wir haben ja neben dem Viktualienmarkt noch einen kleineren Markt, den Elisabethmarkt, der von mir nur einen Steinwurf entfernt ist, dort bekommt man alles an Obst und Gemüse und unter anderem auch frisches Wild und Geflügel. Dort habe ich meine frische Geflügelleber geholt, wobei ich denke, eingefroren würde es sicher auch gut gehen. Die Linugine gibt es fast in jedem Supermarkt, aber gestern wollte ich ein bisschen mehr italienisches Gefühl haben und bin in unseren italienischen Supermarkt gefahren. Schon beim Eingang bekomme ich immer Urlaubsgefühle. Die Sprache darin ist fast ausschließlich italienisch, es gibt Unmengen an Pasta und auch das Regal mit Ölen und Essig ist beachtlich. Ich muss immer darauf achten, dass ich nicht in einen Kaufrausch verfalle. Dazu kommt noch, dass sie eine Theke mit den ganzen tollen Salamis, Pancetta, Bresaola und Mortadella haben. Ich liebe die Fenchelsalami und bin natürlich nicht daran vorbei gekommen. Weinliebhaber würden dort auch das ganze Sortiment der italienischen Anbaugebiete finden. Nicht umsonst kauft der Münchner Gastronom bei Feinkost Spina ein.

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Zutaten für 2 Personen:

200 g Geflügelleber (Hähnchen oder Pute)
2 kleine Schalotten (oder eine größere)
1 kleine reife Birne
2-3 Stängel Salbei
2 EL Butter zum Braten
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
100 ml Marsala
200g Linguine
gemahlener Parmesan

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Zubereitung:

Leber abspülen, das Häutchen entfernen und in Stücke teilen. Leber trocken tupfen. Schalotten schälen, vierteln. Die Birne waschen, vierteln, entkernen und in Spalten teilen. Salbeiblätter abzupfen.

Butter in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Salbei darin knusprig braten und dann herausnehmen. Schalotten in der Pfanne 1-2 Minuten anbraten, dann die Leber dazugeben und unter Wenden 5-6 Minuten durchbraten.
Birnenstücke ebenfalls in die Pfanne geben und kurz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Marsala dazugeben. Kurz aufkochen lassen und abschmecken.
Linguine nach Packungsanweisung bissfest kochen. Abtropfen lassen und zur Leber geben, mischen und nochmals abschmecken. Salbei und Parmesan darüber streuen und sofort servieren.

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Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit

 

 

 

Pasta in Salbeibutter geschwenkt


Meine Kollegin Sonja hat mich mit einer Tüte superschönem Salbei aus ihren Garten überrascht.  Samstag haben wir uns dann ein sehr schnelles und leckeres Essen gezaubert. Mein Mann hat seit gestern ein neues Lieblingsessen.

Zutaten für 2 Personen

250 g Spaghetti oder Penne (ich habe Gemeli genommen, weil sich die Butter und der Salbei darumschmiegt)
100 g Butter
1 Bund Salbei, gewaschen und grob zerkleinert
Salz, Pfeffer,
etwas von sehr gutem Olivenöl
frisch geriebenen Parmesan
Wasser zum kochen bringen, einen Teelöffel Salz dazugeben. Salbei waschen und zekleinern.

Butter in einer Pfanne erhitzen, aber nicht braun werden lassen. Wenn das Nudelwasser kocht, die Pasta in das Wasser geben und al Dente kochen.

Nun die Hälfte des Salbei in die Butterpfanne und ein wenig braun anbraten. Wenn die Nudeln fertig gekocht sind, abgießen, in den Topf zurück geben und mit einem guten Schuß Olivenöl bedenken. Jetzt die zweite Hälfte des Salbeis in die Pfanne und auch noch einen wenig frische Butter dazu geben. Dieser Teil des Salbei sollte nur noch kurz weich werden. Die Farbe wird dabei ein sattes Grün annehmen. Jetzt nur noch mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz abschmecken, dann die Nudeln unterheben und für gut eine Minute auf dem Herd lassen.
Mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Guten Appetit

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