Vanillekipferl


Meine Lieblingsplätzchen sind schon immer Vanillekipferl (Vanillehörnchen) gewesen. Sie sind total mürbe und haben für mich diese Mundgefühl. Ich möchte Euch das Rezept nicht länger vorenthalten. Es ist das Rezept, das auch meine Mutter immer gemacht hat und stammt aus dem Bayerischen Kochbuch aus dem Birkenverlag, das es hier fast in jedem Haushalt gibt, allerdings immer aus verschiedenen Auflagen. Meines ist die 53. Auflage aus dem Jahr 1986.

Zutaten für gebröselten Mürbeteig

200 g Mehl
80 g feinster Zucker
100 g gemahlene, geschälte Mandeln
150 g Butter
2 Eigelb

zum Wenden: Vanillezucker

Zubereitung Mürbeteig

Gebröselten Mürbeteig unter Zugabe geschälter, sehr fein geriebener Mandeln herstellen und kalt stellen. Den Teig zu einer dünner Rolle formen, davon kleine gleichmäßige Stückchen abschneiden und diese zu Hörnchen formen. Bei Mittelhitze (170-180 Grad) lichtgelb backen. Noch heiß in Vanillezucker wenden.

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Ischler Plätzchen


Die zweite Sorte Weihnachtsplätzchen, die ich uns für das Weihnachtsfest 2019 gebacken habe, die neben den Vanillehörnchen zu meinen Lieblingsplätzchen gehören, sind Ischler Plätzchen. Der Teig ist anspruchsvoll in der Verarbeitung, jedes Blech muss nach dem Ausstechen nochmal richtig kalt gestellt werden. Die Plätzchen zergehen fast auf der Zunge und darum ist es mir auch wert. Auch das Rezept ist aus dem Bayerischen Backbuch.

Zutaten für ca. 40 Stück

200 g Mehl
200 g Butter
100 g feiner Grieszucker
100 g ungeschälte Mandeln
Schale und Saft von einer 1/2 Zitrone

Zum Füllen:
feine Marmelade (ich nehme Himbeere oder Johannisbeere, weil die schön säuerlich sind)

 

Zum Glasieren:
Zartbitterkuvertüre und ein Stück Kokosfett (für den Glanz)

Dekoration:
gehackte Pistazien


Zubereitung:

Aus den ober aufgelisteten Zutaten einen gebröselten Mürbeteig herstellen und den Teig kalt stellen. Dann aus dem leicht brüchigen Teig ein kleinen Portionen zweimesserrückendick auswellen, runde Plätzchen ausstechen (ich habe Herzen ausgestochen, ist nicht zu empfehlen, da sie die Form nicht besonders schön behalten). Das Blech wieder ca 15 Minuten kalt stellen und dann bei 180-190 Grad vorsichtig backen. Unbedingt erkalten lassen, je zwei Plätzchen mit feiner, säuerlicher Marmelade aufeinander setzen, glasieren und mit dem geschälten Mandeln bestreuen und trocknen lassen.

Fertig und genießen 🙂

Weihnachtsimpressionen


Alle fiebern darauf hin, Stress, Hektik und das in der sogenannten „staadn“ Zeit. Wir haben uns nur bedingt davon anstecken lassen, ich hab viel Zeit in der Küche verbracht und dieses Jahr wieder mit viel Lust und Laune gebacken. Meine Nachbarin kam immer mal auf Besuch und meinte, bei mir fühle man sich wie in einer echten Weihnachtsbäckerei. Man würde merken, wie ich so in mir ruhend und mit so viel Freunde Dinge mache. Ich hab mich über nichts aufgeregt, auch nicht darüber, dass ich zweimal auf dem falschen Postamt einen Teil meiner Zeit verbracht habe, weil ich eine andere Packstation gewählt habe, die natürlich auch voll war. Ich bin mit einer so positiven Einstellung auf die Menschen zugegangen und ich habe auch so viel Positives zurückbekommen.

Eigentlich wollte ich meine Plätzchenrezepte einstellen, aber backen, vorbereiten und Blogs schreiben, das war mir irgendwie nicht möglich. Nachfolgend veröffentliche ich meine Weihnachts-Back-Liste und wenn irgendjemand ein Rezept haben möchte, bekommt er es natürlich.

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Ruhig, besinnlich, mit Menschen die man gerne an seinem Tisch sitzen hat, das ist unsere Vorstellung von Weihnachten. Es war wunderschön. Wir haben einen Ausflug nach Niederbayern gemacht und traumhafte Sonnenuntergänge genossen. Wir haben uns kleine Geschenke gemacht, Dinge die uns Freude machen – das war unser Weihnachten.

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Wir veröffentlichen heute ein paar Fotos, die einfach unser Weihnachten zeigen und wir werden es auch nie mehr anders machen, wenn es uns möglich ist. Weihnachtsimpressionen eben.

Weihnachts-Back-Liste:

 

Vanillekipferl
Ischler
Lebkuchen
Wiener Schokoladen Plätzchen
Walnussplätzchen
Himbeerplätzchen
Kardamom-Sandgebäck
Pistazien-Sandgebäck
Florentiner
Erdnuss-Baiser
Creme-Fraiche-Wölkchen
Erdnuss-Sterne
Wachauer Krapferl
Apfelbrot
Amarena-Trüffel-Pralinen

Von einigen Dingen könnten wir nicht mal mehr Fotos machen, weil die schlichtweg schon aufgefuttert sind.

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Spicy Scottie Dogs


Ich konnte nach den Kelly-Bag-Plätzchen auch diesen süßen Hunden nicht widerstehen. Dazu kommt, dass ich seit meinem Urlaub in Schottland ich Shortbread in jeder Form liebe. Ein guter Mürbeteig ist für mich das Allerbeste. Als ich das Taschenförmchen bestellt habe, hab ich auch das Förmchen von dem Terrier gesehen und somit war auch klar, dass ich diese Plätzchen backen werde. Da ich noch von der Royal-Glasur hatte, haben kurzerhand die Hündchen noch ein Halsband bekommen.

Zutaten für ca. 20 Stück

100 g kalte Butter
30 g Zucker
20 g heller Rohr-Zucker
150 g Mehl (Typ 550)
1 Prise Meersalz
1/2 TL gemahlener Zimt
1 Prise frisch gemahlene Muskatnuss

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Zubereitung:

Die Butter klein würfeln und die restlichen Zutaten hinzufügen und in der Küchenmaschine fein krümelig vermischen. Das Ganze geht natürlich auch mit den Händen. Den Teig nochmals kurz kneten und zusammenfügen. Auf einer bemehlten Arbeitsplatte oder einem Holzbrett 3-4 mm dick ausrollen und mit dem Förmchen die Plätzchen ausstechen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 30 Minuten kühl stellen. Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen und die Plätzchen 15 Minuten goldbraun backen.

Ich habe den Hündchen noch ein Halsband verpasst, das Rezept für die Glasur Royal hier.

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Sugary Kelly Bags


Beim Blättern in dem wunderschönen Büchlein „Shortbread“ fand ich die kleinen Handtäschchen wirklich entzückend. Es passt auch so wunderbar zu meinem Handtaschenspleen (gut dass dazu mein Mann jetzt nichts sagen kann) und so war meine Lust diese Plätzchen zu backen nur eine Frage der Zeit – eigentlich auch nur so lange, bis ich das Förmchen geliefert bekommen habe. Die Perlen hatte ich und das Förmchen habe ich kurzentschlossen im Internet bestellt. Gut dass man dort jetzt problemlos und flott alles bestellen kann. Gestern war es dann soweit.

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Zutaten für etwa 30 Stück:

100 g kalte Butter
50 g Zucker
50 g geschälte gemalene Mandeln
135 g Mehl (Typ 550)
1 Prise Meersalz

Für die Royal-Glasur:
1 Eiweiß
250 g Puderzucker
2-3 Tropfen Zitronensaft

Zum Dekorieren: Zuckerperlen

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Zubereitung:

Die Butter klein würfeln und die restlichen Zutaten hinzufügen und in der Küchenmaschine fein krümelig vermischen. Das Ganze geht natürlich auch mit den Händen. Den Teig nochmals kurz kneten und zusammenfügen. Auf einer bemehlten Arbeitsplatte oder einem Holzbrett 3-4 mm dick ausrollen und mit dem Taschen-Förmchen die Plätzchen ausstechen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 30 Minuten kühl stellen. Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen und die Plätzchen 15 Minuten goldbraun backen. Nun die Plätzchen auskühlen lassen und die Royal-Glasur machen. Das Eiweiss leicht aufschlagen, den Puderzucker und den Zitronensaft dazugeben und schön glatt rühren. Ich habe die Glasur mit einem neuen feinen Pinsel auftragen und mit den Perlen verzieren. Man sollte es nicht wie ich machen, ich habe das Fläschen mit den Perlen umgeworfen und im ganzen Raum munter die Perlchen umher. Der Staubsauger hat sie aber aufgefressen.

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Lavender Hearts


 

Meine Koch- und Backumtriebigkeit hat mir in Erinnerung gerufen, dass ich bei Malu’s Köstlichkeiten vor längerer Zeit das wunderschöne Büchlein „Shortbread“ gesehen und es mir spontan bestellt hatte. Ich habe neulich schon die Salt kissed Parmesan Bites gebacken und als ich das Büchlein durchgeblättert habe, sind mir auch gleich die „Lavener Hearts“ ins Auge gefallen. Da ich wunderschöne getrocknete Lavendelblüten habe, wollte ich dieses ausgefallene Gebäck versuchen. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass dies bereits die zweite Menge Herzen ist die ich backe, denn die ersten sind längst verschnabuliert. Ein paar habe ich meiner Nachbarin geschenkt, einen Teil hat mein Mann mit in die Arbeit genommen und ein paar habe ich zum Tee genossen. Sie kamen überall sehr gut an und so habe ich gestern die zweiten Herzen gebacken. Es ist ein sehr ausgefallener Geschmack, viele würden sicher sagen es schmeckt wie Mottenkugeln, ich persönlich mag den blumigen Geschmack unheimlich – und die anderen offensichtlich auch. Ich habe auch schon Lavendel-Parfait gegessen und ich finde es ist – wenn man es richtig dosiert – ein sehr feiner Geschmack und es ist ein bisschen wie Sommer. Ich mag an dem Büchlein auch, dass es so wenig Plätzchen sind, eine Menge die man einfach mal ohne großen Zeitaufwand backen kann.DSCF5481DSCF5495

Zutaten für ca. 20 Stück

110 g kalte Butter
1 EL getrocknete Lavendelblüten
60 g Zucker
Mark einer halben Vanilleschote
20 g Reismehl
140 g Mehl (Typ 550)
1 Prise Meersalz
zum Bestäuben Puderzucker

 

Zubereitung:

Die Lavendelblüten mit dem Zucker im Blitzhacker fein malen. Die Butter in Würfelchen schneiden, Mehl, Lavendelzucker, Salz und Vanillemark in die Küchenmaschine geben und feinbröselig rühren. Das geht natürlich auch mit den Händen. Einen Teig formen, der nicht lange geknetet wird und auf einer bemehlten Arbeitsplatte oder einem Holzbrett 4-5 mm dick ausrollen. Mit einer Herzform Plätzchen ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und 30 Minuten kühl stellen. Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Die Plätzchen ca. 15 Minuten goldbraun backen und noch heiß mit Puderzucker bestäuben.DSCF5487

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