Bunter Ofengemüse-Nudelsalat mit rotem Pesto


Heute habe ich ein Rezept für euch, es ist ein besonderer Nudelsalat. Dieser Nudelsalat besteht aus relativ wenigen Grundzutaten und ist doch ein kleines bisserl aufwendig. Allerdings haben wir sehr schnell festgestellt, dass sich das wirklich lohnt. Wir waren Freitagabend noch einkaufen und wollten Samstag zu unserem Lieblings-Café fahren. Am Samstagabend wollten wir grillen und dazu eben diesen besonderen Nudelsalat essen. Ich sollte Euch den Namen endlich verraten, es ist ein bunter Ofengemüse-Nudelsalat mit rotem Pesto. Wir haben also am Freitagabend noch die Nudeln gekocht und das Ofengemüse geröstet. Das Ganze hat schon bis fast 23 Uhr gedauert, aber wie gesagt, es war es absolut wert. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das Rezept ein wenig verändert habe, stelle Euch aber das Originalrezept ein. Ich habe Lauchzwiebeln, Radieschen, Römersalat und den Balsamicoessig weggelassen. Die Lauchzwiebeln und den Römersalat habe ich vergessen, dafür normale Zwiebeln genommen, die Radieschen waren nicht schön und den Balsamico-Essig fanden wir, dass es den nicht gebrauch hat. Aber hier nun endlich das Rezept.

Zutaten für 6 Portionen:

2 kleine Paprikaschoten (z. B. rot und gelb)
1 große Möhre (ich 3 Möhren)
1 Zucchini (ich 2 Zucchini)
1 Bund Lauchzwiebeln (ich zwei normale Zwiebeln)
1 Bund Radieschen
2 Knoblauchzehen (ich 4 Zehen)
Salz, Pfeffer
5 EL Olivenöl
500 g Nudeln (z.B. Gemelli)
1 Mini-Römersalat
75 g rotes Pesto (Glas)
3 EL heller Balsamico-Essig

Zubereitung:

Für das Röstgemüse Paprika vierteln und entkernen, Möhre schälen. Paprika, Möhre, Zucchini, Lauchzwiebeln und Radieschen waschen. Paprika in Stücke, Möhre, Zucchini und Lauchzwiebeln in Scheiben bzw. in Ringe schneiden. Radieschen vierteln. Knoblauch schälen und hacken.

Alles auf einem Backblech mit Salz, Pfeffer und 2 EL Öl mischen. Im vor­geheizten Backofen (E-Herd: 230 °C/Umluft: 210 °C) ca. 25 Minuten rösten. Dabei die Ofentür 2- bis 3-mal kurz öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Gemüse aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen.

Die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung kochen. Römersalat waschen und in feine Streifen schneiden. Pesto, Essig und 3 EL Öl verrühren.

Nudeln abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen. Erst mit Pesto mischen, dann Gemüse, Salatstreifen und Petersilie unterheben. Auskühlen lassen. In einer Dose verpacken und genießen.

Ofenspargel mit mediteraner Weinsauce


Ich stand im Supermarkt an der Kasse und mein Blick fiel auf die Zeitschrift „Lust auf Genuss und ich habe dieses Bild vom Spargel mit mediterraner Weinsauce gesehen und ich wusste, ich muss dieses Gericht kochen. Es ist etwas aufwendig, aber der Geschmack ist jede Minute wert, die die Zubereitung benötigt. Alleine der Spargel aus dem Backofen war eine „Offenbarung“. Wir werden unseren Spargel nur noch so zubereiten. Die Sauce dazu – das Gericht ist ein Gedicht.

 

Zutaten:

1 kg Spargel
6 EL Olivenöl
Meersalz
½ Zitrone
230 g Gemüsezwiebeln
70 g Lauch
50 g Staudensellerie
130 g Karotten
30 g weiche getrocknete Tomaten
10 g Ingwer (fein gerieben)
1 TL getrocknete Italienische Kräuter
70 g Cashewkerne
200 ml Riesling
2 TL Agavendicksaft (ich habe normalen Zucker genommen)
1 TL Zitronensaft
½ fein abgeriebene Zitronenschale
Meersalz
Pfeffer

 

Für das Gemüse:
160 g Zucchini
80 g Karotten
2 Lauchzwiebeln
Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
1 kleine Avocado
1 EL Kapern
wer möchte etwas Dill

 

Zubereitung:

Die Sauce:
Backofen auf 170 Grad (Umluft: 150 Grad) vorheizen. Den Spargel schälen, putzen. Mit 3 EL Öl vermengen, auf ein Blech mit Backpapier legen und mit Salz bestreuen. Die Zitrone in Scheiben schneiden und auf den Spargel legen. Den Spargel im Ofen 25 Min. garen.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Den Lauch, Sellerie, Möhre putzen, klein schneiden (würfeln). Die Tomaten fein würfeln. Die Zwiebel im übrigen Öl (3 EL) 5–7 Minuten anrösten. Den Lauch, Sellerie, Möhre, Ingwer, Tomaten, Kräuter, Nüsse zugeben und 5 Minuten garen. Den Wein angießen, zur Hälfte einkochen lassen und mit 300 ml Wasser angießen und aufkochen. Den Dicksaft (Zucker), Zitronensaft und -schale dazugeben, alles im Mixer fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Die Sauce salzen und pfeffern.

Das Gemüse:
Die Zucchini, Karotten, Lauchzwiebeln putzen, klein würfeln, im Öl in einer Pfanne kurz braten, salzen und pfeffern. Avocadofruchtfleisch fein würfeln, mit Zitronensaft beträufeln, den Spargel mit Zitronenscheiben, Sauce, Gemüse, Avocado, Kapern und Dill auf einer Platte anrichten.

Guten Appetit

Marinierte Zucchinis mit geräuchertem Schinken und Grissinis


Dieses Gericht hatte ich schon vor ein paar Wochen unserem Besuch als Vorspeise serviert. Leider ist es Trubel untergegangen, ich möchte es aber unbedingt in meinem Blog vorstellen. Ich gestehe, ich bin nicht der große Zucchini-Fan, weil es mir immer ein wenig an Geschmack bei der Zucchinis fehlt. Wenn man der Zucchini aber Aromen an die Seite stellt, dann wird daraus ein sehr feines Gemüse. Ich habe meinen Zucchinis weißen Balsamico, mit Zitronen aromatisiertes Olivenöl, Salz und weißen Pfeffer an die Seite gestellt und siehe da, es kommt zu einer sehr feinen Geschmacksentwicklung. Gerade dieses Gericht ist in der warmen Jahreszeit, die auf uns zukommt sehr geeignet, als erfrischende Vorspeise. Unsere Gäste waren total begeistert. Wir haben dieses Gericht mal ein einem sehr feinen Restaurant, dem „Alle Rose“ in Salo als Vorspeise serviert bekommen.

Zutaten für 6 Personen:

2 Zucchinis (gewaschen)
1/4 L Gemüsebrühe
4 EL weißen Balsamico
6 EL Weißwein
4 EL Olivenöl mit Zitronenaroma
Zucker
Salz
Weißer Pfeffer

12 Scheiben San Daniele oder Parmaschinen

Grissinis (ich habe sie aus fertigem, gekühlten Blätterteig mit schwarzem Sesam selbst gebacken)

Zubereitung:

Die gewaschenen Zucchinis in Stifte schneiden und in der Gemüsebrühe und dem Weißwein kurz blanchieren. Absieben, den Sud auffangen und zur Seite stellen. Aus dem Sud, Balsamico, Salz, Pfeffer und zum Schluss dem Olivenöl eine Art Dressing herstellen (pikant nach Geschmack abschmecken) und die Zucchinis dazugeben. Für ca 2 Stunden ziehen lassen und kalt stellen. Beim Eintreffen des Besuches den Zucchini-Salat auf einem Teller anrichten, nochmals einen kleinen Spritzer Olivenöl drauf geben. Nun den geräucherten Schinken und die Grissinis auf dem Teller anrichten und servieren.

 

 

Pikante Gemüsepflanzerl


Da wir in der Vergangenheit schon ein paar mal diese Pflanzerl gegessen haben und wir die wirklich total lecker finden, habe ich versucht das Rezept zu finden und es hat dann auch tatsächlich geklappt. Es muss nicht immer Fleisch sein und ich habe mich in der Menge ein bisschen verschätzt, so haben wir eben noch zwei Tage was zum Essen. Die liebe Nachbarin mag die nicht, weil sie keinen Knoblauch mag, aber sie hatte ja was von der Apfel-Zwiebel-Quiche bekommen. Kochen ist Kommunikation, das hat es mir heute wieder bewiesen. Letzten Samstag ist bei den Nachbarn der Rauchmelder angegangen und wir hatten aber schon mitbekommen, dass diese nicht zu Hause waren. Der Rauchmelder ging ein zweites Mal los und wir waren ziemlich ratlos. Da aber dann Ruhe war, haben wir davon abgesehen, die Polizei bzw. die Feuerwehr zu verständigen. Montag habe ich Florian dann im Treppenflur getroffen und hab ihm von den Geschehnissen berichtet. Wir haben daraufhin ausgemacht, dass wir die Handynummern tauschen, dass man sich im Notfall auch verständigen kann. Bisher hatte weder er noch ich, den Zettel mit den Nummern eingeworfen. Heute beim Ausbraten der Gemüsepflanzerl ist prompt der Rauchmelder angegangen. Es hat kurz gedauert, ehe ich ihn ausgeschaltet hatte und 10 Minuten später klingelte es an der Tür. Florian stand draussen, grinste und meinte, ich hab ihn grad lautstark erinnert, dass wir die Nummern tauschen wollten. Ich musste auch lachen und er meinte noch, es würde verdammt lecker riechen und wir sollten uns das Essen schmecken lassen. Tja – so entsteht nette Kommunikation.

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Zutaten für die Gemüsepflanzerl (6 Personen)

½ Hokaido-Kürbis (Butternut geht genauso gut)
2 Zucchini
4 Karotten
1 Stange Lauch (ich habe Lauchzwiebeln genommen)
1 Stück Sellerie
1 rote Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (etwa Daumengroß)
2 Chilis
400 g Bergkäse
4 Eier
6 EL Mehl
Rapsöl
Salz, Pfeffer, Rosenpaprika (edelsüß), Cayennepfeffer

Joghurt-Dipp:

500 g Joghurt
1-2 Zehen Knoblauch
8 Kräuter (gefrorene)
½ Bio-Zitrone (etwas Abrieb davon)
Salz, Pfeffer

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Zubereitung:

Den Kürbis, die Karotten, die Zwiebeln, den Knoblauch und den Sellerie schälen, die Zucchini und die Lauchzwiebeln waschen und mit dem Zerkleinerer alles grob zerkleinern. Das Ganze leicht salzen, vermengen und ziehen lassen. Nach einigen Minuten ausdrücken und den Saft abgießen. Den Bergkäse ebenfalss zerkleinern und zu dem anderen Gemüse dazu geben. Ingwer schälen und mit den Chilis fein hacken und dazu geben. Eier aufschlagen und zu dem Gemüse geben. Mit Rosenpaprika, Cayennepfeffer, Pfeffer, Salz pikant würzen, Mehl drüber streuen und alles gut vermengen. Die Masse darf nicht zu nass sein, sonst fallen die Pflanzerl beim Braten und Wenden auseinander. Etwa 3 gehäufte Esslöffel der Masse nehmen und Pflanzerl formen. In eine Pfanne mit Rapsöl die Pflanzerl geben, flach drücken und bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie auf beiden Seiten eine schöne goldbraune Farbe haben.

Guten Appetit

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Gratinierte Zucchiniröllchen


Beim Blättern in ein einer Kochzeitschrift fiel mir sofort das Bild mit diesem Farbenspiel auf. Ich habe das Rezept gelesen und in diesen Momenten entwickelt sich in meinem Kopf eine Geschmacksvorstellung und wenn diese dann so positiv ausfällt wie bei diesem Rezept, dann muss ich das umgehend nachkochen. Da wir in Bayern ja Feiertag hatten, habe ich mehr Zeit gehabt und diese  in der Küche verbracht. Unser Resümee: sehr lecker und leicht

Zutaten für 4 Personen:

2 Rote Paprika
2 Gelbe Paprika
4-5 Esslöffel Olivenöl (zum Rösten und Braten)
2 Knoblauchzehen
0.5 Bund Thymian
200 Gramm Ricotta
100 Gramm Schlagsahne
80 Gramm Geriebener Parmesan
2 Eigelbe
etwa 20 Getrocknete Tomaten in Öl
etwas Salz und Pfeffer
4 Grüne Zucchini
1-2 Esslöffel Pinienkerne

 

Zubereitung:

Die Paprika halbieren, entkernen, mit der Haut noch oben auf ein gefettetes Blech legen. Unter dem heißen Backofengrill ca. 20 Minuten rösten. Wenn die Haut schwarz geworden ist, die Paprika herausnehmen, mit einem feuchtem Tuch abdecken und ruhen lassen, bis sich die Haut leicht ablöst. Die Paprika häuten, in breite Streifen schneiden.

Den Knoblauch schälen und fein hacken. Thymianblättchen abzupfen, einige Stängel beiseitelegen. Den Ricotta mit Sahne, Parmesan, Eigelben, 1–2 EL Tomaten-Öl aus dem Glas der eingelegten Tomaten, Knoblauch und Thymian verrühren, mit Salz, Pfeffer würzen. Creme in die Form geben. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Zucchini waschen, putzen und längs in 5 mm breite Scheiben schneiden. Im heißen Öl in einer Grillpfanne portionsweise von einer Seite anbraten. Mit Salz, Pfeffer würzen.

Zucchinischeiben mit der angebratenen Seite nach unten auf eine Arbeitsfläche legen. Mit Paprika und den getrockneten Tomaten belegen und zu Schnecken einrollen. Wenn‘s nicht recht halten wollte, habe ich einen Zahnstocher zum fixieren genommen. Die Röllchen aufrecht in die Ricotta-Creme setzen und im Ofen 20–25 Minuten überbacken. 5 Minuten vor Ende der Backzeit die Pinienkerne darüber streuen. Gratin mit übrigem Thymian garniert servieren. Dazu passt: Baguette oder Ciabatta.

 

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