Zitronen-Lachs aus dem Ofen


Der Frühling lässt ja immer noch auf sich warten, aber ich finde der Geschmack von Zitronen, der hat einfach was von Frühling und von Sonne. Als ich wieder mal auf einem meiner kulinarischen Streifzüge durchs Internet unterwegs war, bin ich auf das Rezept vom Ofenlachs auf der Seite von http://Emmikochteinfach.de gestoßen. Es hat genau einen Tag gedauert, dann schon badete mein Lachs im Ofen. Es ist ein tatsächlich unheimlich einfaches, schnelles und köstliches Rezept. Das Rezept eignet sich bestimmt auch wunderbar, für wärmere Temperaturen und man kann es dann lauwarm mit Baguette genießen. Ich habe TK-Bio-Lachs-Filets gekauft, man kann da wunderbar zwischen frisch und tiefgefroren wählen. Die Zitronen waren natürlich auch Bio, nur Thymian habe ich keinen bekommen, da musste es der getrocknete sein. Den habe ich sehr vorsichtig dosiert.

Zutaten:

4 Bio Lachsfilets (ohne Haut) frisch oder TK-Lachs
1/2 Bio-Zitrone (gewaschen und in Scheiben geschnitten)
3 EL Bio-Zitronensaft
60 ml Olivenöl (ca. 5 EL)
3 Knoblauchzehen
1 EL Honig
Salz und Pfeffer
5 Thymianzweigerl – alternativ getrockneten, vorsichtig dosiert

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 ° Ober-/Unterhitze (160 ° Umluft) vorheizen. Eine Auflaufform mit etwas Olivenöl einfetten.

Die Lachsfilets trocken tupfen, salzen und in die Auflaufform legen.

Die halbe Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen sie, in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden und die Scheiben nochmal halbieren. Die Thymianzweigerl waschen und mit einem Küchentuch trockentupfen. Die 2-3 Knoblauchzehen schälen und halbieren, die halbierten Zitronenscheiben, die Thymianzweigerl und den Knoblauch um und auf dem Lachsfilets verteilen.

60 ml Olivenöl (ca. 5 EL), 3 EL Zitronensaft und 1 EL Honig vermischen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und nach Belieben abschmecken.

Die Olivenöl-Zitronen-Sauce über die Lachsfilets geben und für ca. 20 Minuten im vorgeheizten Backofen auf der mittlere Schiene garen. Mein Lachs hatte nach 20 Minuten den perfekten Garpunkt.

Als Beilage eignet sich Reis oder Baguette, beides schmeckt wunderbar in der Sauce.

Lasst es Euch schmecken

Dorade mit Fenchelrisotto


Heute mach ich mal einen auf Herrn Schuhbeck und referiere über meine Lebensmittel, die ich verkoche :-). Keiner muss sich Sorgen machen, ich bin trotz Lockdown nicht so einsam, dass ich mich mit meinen Zutaten unterhalten muss.

Die Dorade, auch Goldbrasse genannt, ist ein typischer Mittelmeerfisch. Die Doraden bevorzugen flache Küstengewässer und leben auch gerne in Brackwasser-Zonen. Traditionell wird der Fisch auch entlang der portugiesischen Küste, sowie in der Bretagne und im Ärmelkanal gefangen. Auch im Schwarzen Meer ist er beheimatet. Charakteristisch für den Speisefisch, der bis zu 70 Zentimeter lang und zweieinhalb Kilogramm schwer werden kann, ist die leicht rundliche Körperform und das goldene Band zwischen den Augen. Je intensiver das Band leuchtet, desto frischer ist der Fisch.

Das Fleisch der Dorade ist fest, mager und sehr wohlschmeckend, außerdem ist es sehr eiweißreich und enthält viele wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor und Magnesium. Beliebt ist die Dorade vor allem im Ganzen gegrillt oder gebraten.

Unsere Dorade war so groß, dass sie für uns beide gereicht hat. Da es ja als Beilage Fenchelrisotto gegeben hat, war das vollkommen ausreichend.

Zutaten Dorade:

1 Dorade
1 Zitrone
1 Zweig Rosmarin
2 Zehen Knoblauch
Mehl
Olivenöl/Butter
Salz und Pfeffer

Zubereitung Dorade:

Die küchenfertige Dorade waschen und mit dem Saft von einer Zitrone einreiben. Dann von allen Seiten, auch von innen, salzen und pfeffern. Hier stehen auch die 3 S, die bei allen Fischen gelten: Säubern – Säuern – Salzen.

Die Zitrone in schmale scheiben schneiden, die Scheiben, den Rosmarinzweig und die Knoblauchzehen (Knofi mit dem Handballen leicht andrücken) in die Doraden stecken, wer möchte, kann die Haut mit einem Messer leicht schräg anritzen.

Die Doraden im Mehl wenden und dann in der Pfanne im heißen Olivenöl/Butter von beiden Seiten anbraten. Ich habe sie bei mittlerer Hitze 3 mal gewendet, dann den Test mit der Rückenflosse gemacht (wenn diese sich leicht rausziehen lässt, ist der Garpunkt perfekt).

Fenchelrisotto

Zutaten Fenchelrisotto:

4 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, geschält, fein geschnitten
300 g Risottoreis
250 ml Weißwein
ca. 800-850 ml Gemüsebrühe
1 Fenchelknolle, gewaschen, geputzt
1 Knoblauchzehe, geschält
1 TL Fenchelsamen
Etwas Chiliflocken
80 g Parmesan, frisch gerieben
60 g Butter
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung Fenchelrisotto:

Zwiebel in 2 EL Olivenöl anschwitzen. Reis zugeben und unter ständigem Rühren glasig schwenken. Der Reis muss heiß sein, bevor er weiterverarbeitet wird. Weißwein zugießen und unter mehrmaligem Umrühren leicht einkochen lassen. Etwas heiße Brühe zugeben und köcheln lassen. Immer wieder umrühren und einköcheln lassen bis das Risotto die richtige Konsistenz hat, das dauert ca. 18 Minuten. Währenddessen die Fenchelknolle in sehr feine Würfel schneiden, es sollten ca. 300 g Fenchelwürfel ergeben. Die Knoblauchzehe ebenfalls sehr fein schneiden und Fenchelsamen und Chili leicht mörsern. Wenn das Risotto fast fertig ist, in einem zweiten Topf mit dem restlichen Öl den feingeschnittenen Fenchel mit Knoblauch, Fenchelsamen und Chili anschwitzen. Das Risotto zugeben, gut mischen und mit Butter und Parmesan verfeinern.

Zubereitung Fenchelchips:

1 Fenchelknolle
etwas Öl für die Chips
Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Fenchelknollen waschen und auf einer Aufschnittmaschine oder mit einem Küchenhobel in feine Scheiben schneiden. Den Strunk bitte nicht entfernen, ansonsten fällt Ihnen der Fenchel auseinander. Die Fenchelscheiben auf ein mit Olivenöl bestrichenes Backblech legen und mit Olivenöl auf der Oberseite bepinseln. Die Scheiben mit wenig Salz und Pfeffer bestreuen und bei 180 Grad Umluft im Backofen knusprig trocknen lassen. Das dauert etwa 15 Minuten, aber bitte auf Sicht trocknen lassen, da jeder Ofen anders reagiert.

@Rezept von Wir in Bayern/Michaela Hager

Fenchel-Orangen-Salat

Zutaten Fenchel-Orangen-Salat:

1 Knolle Fenchel
2 Orangen
2 EL Parmesan
2 EL Honig
2 EL Olivenöl
Salz, aus der Mühle
Schwarzer Pfeffer, aus der Mühle

Zubereitung:

Orangen waschen, trockentupfen und Schale abreiben. Orangenhalbieren, filetieren, auspressen und den Saft auffangen. Saft mit Salz, Pfeffer, Honig, dem Orangenabrieb und dem Öl verrühren. Fenchel putzen, halbieren und mit einer Küchenreibe in dünne Ringe schneiden. Fenchel zusammen mit den Orangenfilets in die Marinade geben. Umrühren, etwas Fenchelgrün dazu geben und 15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Parmesan reiben und Salat damit garnieren.

Matjessalat (Matjes-Stip) mit Pellkartoffeln


Zutaten für 4 Portionen:

12 Matjesfilets
750 – 1000 g Kartoffeln (je nach Hunger)
3 Zwiebeln
3 Apfel, säuerlich
6 Essiggurken
200 g Crème fraîche
200 g Saure Sahne
60 g Sahne
etwas Zitronensaft
etwas Zucker
Salz, Pfeffer
Petersilie (bei mir alternativ mit Schnittlauch)

Zubereitung:
Ich möchte voraus schicken, dass ich statt Crème fraîche, Saure Sahne und Sahne lieber griechschen Joghurt nehme. Diesmal habe ich auch noch die fettreduzierte Variante genommen, aber das bleibt jedem selbst überlassen.

Crème fraîche, Saure Sahne und Sahne gut miteinander verrühren.

Die Essiggurken abtropfen lassen und in Würfel schneiden. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend die Spalten in kleine Würfelchen schneiden und diese sofort mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Zwiebeln schälen und in dünne Scheibn schneiden. Wer möchte, kann die Äpfel in Scheiben und die Zwiebeln in Würfel schneiden. Die Matjesfilets, wenn sie in Öl eingelegt sind, mit einem Küchenkrepp ein bisschen abtrocknen, dann in Streifen schneiden.

Gurken, Äpfel und Zwiebeln unter die Sahnesauce heben. Diese mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank mindestens 3 drei Stunden, besser über Nacht, durchziehen lassen. Wer, so wie ich, Joghurt verwendet, kann die Matjes gleich zu den Zwiebeln und den Äpfeln geben und durchziehen lassen.

Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit kochendem Wasser 25 Minuten garen, abschrecken und mit einem kleinen Messer schälen.

Matjesfilets mit Pellkartoffeln und der Hausfrauensauce auf dem Teller anrichten. Petersilie (Schnittlauch) klein schneiden und über die Kartoffeln geben.

Tipp: Man kann den Matjessalat auch einfach auf Brot genießen.

Spaghetti Frutti di Mare


Da wir ja beide Nudeln für unser Leben gerne essen, muss es immer mal was anderes sein. Dieses Wochenende haben wir uns für Spaghetti mit Meeresfrüchten (Frutti di Mare) entschieden. Es gibt dieses Pastagericht in zwei Varianten, einmal mit Weißwein-Sahne-Sauce und mit Tomatensauce. Wir haben uns diesmal für die Tomatensauce entschieden. Da es im Winter ja keine frischen Meeresfrüchte gibt, haben wir gefrorene Meeresfrüchte genommen. Diese vor der Verarbeitung unbedingt auftauen und abtropfen lassen. Da uns eine Packung Nudeln immer für 4 Portionen reicht, haben wir sie aufgewärmt noch einmal genossen, was fast noch besser schmeckt.

Zutaten für 4 Personen:

400 g Spaghetti
400 g tiefgefrorene Frutti di Mare
250 g tiefgefrorene Garnelen, gekocht und geschält
1 Dose geschälte und gehackte Tomaten
10 Cherry-Tomaten (für die Optik)
4 Knoblauchzehen
4 El Olivenöl
½ Bund glatte Petersilie (lasse ich weg, da ich keine Petersilie mag)
½ Bund Basilikum (ich habe TK Basilikum genommen)
2 EL Balsamico-Essig
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwei Stunden vor Zubereitung der Tomaten-Sauce, die Meeresfrüchte und die Garnelen aus dem Tiefkühlschrank nehmen und in einen Sieb geben. Die Tomaten waschen, vom Strunk lösen und halbieren. Den Knoblauch schälen, den grünen Trieb entfernen und in dünne Scheiben oder in kleine Würfel schneiden (niemals durch eine Presse drücken).
In einer großen Pfanne die Hälfte des Olivenöls erhitzen, den Knoblauch ins heiße Öl und geben, die Scheibchen darin circa zwei Minuten braten. Fügen Sie jetzt die abgetrockneten Meeresfrüchte, die Garnelen dazu und braten sie ebenfalls zwei Minuten lang mit an. Damit alle Frutti di Mare gleichmäßig schön gleichmäßig bräunen immer schön rühren.
Anschließend nehmen Sie die Meeresfrüchte aus der Pfanne und stellen sie auf einem Teller beiseite. In die gleiche Pfanne (nicht ausgespült) geben sie jetzt die Tomaten (aus der Dose und die frischen Tomaten) hinein. Mit einer Prise Salz würzen die Tomaten bei mittlerer Hitze unter stetigem Rühren circa 10 Minuten köcheln. In der Zwischenzeit waschen sie die Kräuter, schleudern sie trocken und hacken sie klein. Gießen Sie den Balsamico-Essig und das restliche Olivenöl zu den Tomaten in die Pfanne, fügen Sie die klein gehackten Kräuter hinzu und lassen Sie die Mischung bei geringer Hitze 15 Minuten köcheln.
Während die Sauce kocht, stellen Sie einen Topf mit Salzwasser für die Nudeln auf den Herd, das Sie ebenfalls zum Kochen bringen. Sobald das Wasser kocht, geben Sie die Pasta hinein und kochen die Nudeln „al dente“. Kurz bevor die Nudeln fertig sind, geben Sie die Meeresfrüchte wieder in die Pfanne zu der Tomatensoße. Mischen Sie die Frutti di Mare gut unter, damit sich alle gleichmäßig erwärmen. Schmecken Sie zum Schluss Ihre Meeresfrüchte mit Salz und Pfeffer ab, verteilen sie die Pasta auf 4 Teller und geben die Sauce mit den Meeresfrüchten auf die Pasta. Zum Schluss wird jeder Teller mit Basilikumblättern garniert. Guten Appetit.

Bouillabaisse á la Petra


Mein heutiges Rezept gab es am vergangenen Sonntag anlässlich des Besuches meiner Ersatzmama. Wenn sie kommt, soll es immer was Besonderes geben und meine Idee war es, eine französische Fischsuppe, eine Bouillabaisse zu kochen. Ich habe gefühlt hunderte Rezepte gelesen, Kochbücher gewälzt und immer wieder dachte ich, das ist mein Rezept. Der eine gibt Curry rein, der andere nimmt Pastis oder Wermut, mit Kartoffeln oder ohne, mit Fischfond oder Krustentierfond, mit Muscheln oder ohne – eine schwere Entscheidung. Raus gekommen ist dabei mein ganz individuelles Rezept, also nennen wir es Bouillabaisse á la Petra. Sie hat uns allen dreien so gut geschmeckt und die Suppe wird es sicher regelmäßig bei uns geben. Allein schon den Sud mit einem Knoblauchbaguette zu essen, schmeckt wunderbar.

 

 

 

 

 

Zutaten für 4 Portionen

ca. 1,8 kg Fischfilets (z. B. Rotbarben, Seeteufel, Drachenkopf, Knurrhahn, Petersfisch (ich hatte Seeteufel, Kabeljau und Rotbarben)
2 große Zwiebeln
5 Knoblauchzehen
2 kleine Fenchelknollen
1 große Möhre
2 Stangen Staudensellerie
400 g reife Tomaten (oder stückige Tomaten aus der Dose)
5 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
250 ml Weißwein
1 Glas Fischfond
100 ml Pastis (ich habe Wermut genommen)
1 Stück Schale von 1 Bio-Orange
1 Lorbeerblatt
8 Zweige Thymian
5 Stängel Petersilie
Salz
Pfeffer
Piment d’Espelette
¼ TL Safranfäden
1 kg Miesmuscheln
1 kg Venusmuscheln

Zubereitung

Fischfilets unter fließendem kaltem Wasser gründlich waschen. Alles in einem Sieb abtropfen lassen und dann auf ein Küchenkrepp legen und trocken tupfen. Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein hacken. Fenchel, Möhre und Sellerie waschen, putzen und alles klein würfeln. Tomaten waschen und klein schneiden, dabei Stielansätze entfernen (ich habe „Sugo Pomodori von Mutti genommen, weil die einfach ein wunderbares Aroma haben). Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin goldgelb andünsten, Möhre, Sellerie und Fenchel dazugeben und weiterdünsten, bis das Gemüse leicht bräunt.
Tomatenmark unter das Gemüse rühren und kurz mitdünsten. Tomaten und Fischfond dazugeben und unter Rühren bei großer Hitze 3-4 Minuten dünsten. Weißwein angießen und 2-3 Min. kochen lassen. Die Hitze reduzieren und 1,3 l Wasser sowie den Wermut dazu gießen. Orangenschale, Lorbeerblatt, Thymian und Petersilie waschen und dazugeben. Alles mit Salz, Pfeffer, 1-2 Msp. Piment d’Espelette und dem Safran würzen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 25 Min. kochen lassen. Die Fischfilets in Stücke schneiden. Die Muscheln in kaltem Wasser säubern, offene Muscheln wegwerfen.
Die Suppe portionsweise durch ein feines Sieb gießen, dabei alles gut mit einem Löffelrücken auspressen und zerdrücken – nur so bekommt die Suppe ihren richtigen Geschmack; wer will, kann sie auch durch ein Passiergerät pressen.
Die Fischsuppe zurück in den Topf geben und aufkochen lassen. Muscheln dazugeben und bei mittlerer bis großer Hitze 5-10 Min. garen, bis sich die Muscheln geöffnet haben. (Geschlossene Muscheln später unbedingt aussortieren!) Die Fischfilets einlegen und bei kleiner Hitze zugedeckt in 5-7 Min. gar ziehen lassen. Nun ist die wunderbarste Bouillabaisse fertig zum Servieren. Wir haben dazu Knoblauchbaguette gegessen und einen Grauburgunder 2019 vom Weingut Lucas Weinkeller genossen.

Mafaldine mit Räucherlachs


Das heutige Abendessen ist aus der Idee heraus entstanden, dass wir noch Räucherlachs im Kühlschrank hatten und mir dieser unendlich leid getan hätte, diesen wegzuwerfen. Ich sagte zu meinem Schatz, was er denn von Nudeln mit Lachs halten würde und wie erwartet, war er sehr einverstanden. Wer mich besser kennt, der weiß dass ich keine 0815-Rezepte mag und machte mich auf die Suche nach dem richtigen Rezept. Wir mögen Lachs, wir mögen Kapern, ich mag den Geschmack von Noilly Prat und genau das kam in das entdeckte Rezept rein. Es hat uns vorzüglich geschmeckt und es hat tatsächlich nur 20 Minuten gedauert, drum hier das Rezept.

Zutaten (für 4 Portionen)

400 g Mafaldine
Salz
200 g Räucherlachs (in Scheiben)
2 Schalotten
20 g Butter
100 ml Noilly Prat (Wermut)
200 g Crème fraîche
6 Stiele Dill
20 g Kapern
Pfeffer
Zucker

Zubereitung

Die Mafaldine nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen. Den Lachs in fingerbreite Streifen schneiden und die Schalotte fein würfeln. Die Butter in einem Topf zerlassen, die Schalotte darin glasig dünsten, den Wermut zugeben und bei starker Hitze auf die Hälfte einkochen lassen. Danach das Crème fraîche unterrühren und bei milder Hitze erwärmen. Die Dillspitzen fein schneiden und nun die Kapern und den Dill unter die Wermut-Sahne rühren, mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken. Die Mafaldine abgießen und das Kochwasser auffangen. Die Nudeln abtropfen lassen, dann mit der Sauce vermischen und nach Belieben 50-100 ml Nudel-Kochwassser zugeben. Zum Schluss den Lachs kurz unterheben.

Muscheln „Korsische Art“ mit Rosmarinkartoffeln


Gestern hatten wir bei Radio Darkfire , anlässlich des Karneval-/Faschings-Beginn ein Nonstop „Streamschubbsen“ und das Ganze ging weit über 14 Stunden. „Streamschubbsen“ heißt, dass ein Moderator 30 Minuten sendet und dann an den nächsten Kollegen abgibt (den Stream zum nächsten Modi weiterschubbst) und das immerfort. Es musste schnell gehen mit dem Essen und ich konnte in den Pausen schon das Gemüse schnippeln und die Kartoffeln vorbereiten. Dann nur noch die Muscheln kochen, etwas Sud für das Gemüse abschöpfen und schon ist das Gericht fertig.

Zutaten Muschen

2 kg Miesmuscheln (aussortiert*, gewaschen und geputzt)
1 Metzgerzwiebel
Muschelgewürz
250 ml Weißwein
250 ml Wasser

Zubereitung

Die Zwiebel in Würfel schneiden, in einem Topf mit Öl glasig andünsten und dann mit Wasser und Wein aufgießen. Den Wein-Zwiebelsud aufkochen und die Muscheln in den Topf geben und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze im geschlossenen Topf köcheln lassen.

Zutaten Gemüse-Sauce

1 Stange Lauch
1 Fenchelknolle
2 Karotten
50 g Butter
1-2 EL Maisstärke (ich habe es weggelassen)
250 g Saure Sahne (ich habe Creme Fraiche genommen)
2 TL Rosenpaprika

Zubereitung

Sellerie und Karotten schälen und in kleine Würfel oder Stifte schneiden. Den Lauch der Länge nach halbieren und in feine Halbringe schneiden. Fenchel ebenfalls in Würfelchen oder Streifen schneiden und mit dem Lauch waschen. Butter in einem Topf schmelzen und das Gemüse bei mittlerer Hitze darin andünsten.

Die Muscheln mit einem Schaumlöffel aus dem Sud nehmen, beiseite stellen und warm halten. Den Muschelsud zum Gemüse geben (ich habe nicht alles genommen) und nochmals aufkochen lassen. Die Saure Sahne dazu geben und mit Meersalz und Rosenpakrika pikant abschmecken.

 

Rosmarin-Kartoffeln

Kartoffeln schälen und vierteln, mit Olivenöl, Rosmarin und Meersalz gut vermengen. Im Backofen bei 200 Grad 20 Minuten garen, bis sie leicht gebräunt sind. Kurz mit einer Gabel testen, ob sie gar sind.

Guten Appetit

 

*FRISCHECHECK BEI MUSCHELN

Die Frische von Muscheln kann ganz einfach getestet werden: Vor der Zubereitung müssen die Schalenhälften geschlossen sein. Schließen sich leicht geöffnete Muscheln durch den sogenannten Klopftest wieder, dürfen sie ebenfalls in den Kochtopf. Nach dem Kochen dürfen nur die geöffneten gegessen werden.

Rumgesülzt– Sülze vom Knöcherl mit Vorderhaxerl


Die sommerlichen Temperaturen, die Lust auf kühles Essen und ein Telefonat mit einem lieben Freund haben mich heute dazu inspiriert, eine „Knöcherlsülze“ zu machen. Normal haben wir das immer in „Kooperation“ also zusammen gemacht, aber heute habe ich Erich damit überraschen wollen. Ich bin sehr heikel und nur die besten Stücke kommen in meine Sülze. Ich nehme immer zwei kleine Haxerl dazu, weil ich auch das Fleisch so gerne drin mag. Ich hab auch schon eine Vorbestellung aus der Nachbarschaft, von meiner Freundin und Erich möchte das eine oder andere Stück als Mittagessen in der Arbeit gern genießen. Ich denke alle werden genug bekommen und auch satt werden.

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Zutaten:

2 kl. vordere Schweinshaxen
6 Stück Schweinsfüßchen
4 Stück Karotten
2 Stück Zwiebel
2 Stück Sellerie frisch
1 Bund Stück Lauch
Petersilie
3 Stück Lorbeerblätter 5 Stück Wacholderbeeren
1 Stück Knoblauchzehe
2 Teelöffel Pfefferkörner schwarz
Weißweinessig (ich hab weißen Balsamico genommen)
Zucker
Salz
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Haxerl und die Füßchen in kaltem Wasser mit dem klein geschnittenen Suppengemüse aufsetzten.

Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Pfefferkörner ebenfalls mitkochen. (Ca. zwei Stunden – im Schnellkochtopf geht es schneller, nur war bei mir die Menge zu groß)

Fleisch und Füße herausnehmen, Füße entsorgen und das Hax´n- Fleisch vom Knochen lösen, in kleine Stücke schneiden und in eine Form geben. Soll die Sülze gestürzt werden, die Form mit Frischhaltefolie auslegen. Die Schwarte kann, wer möchte, mit verarbeitet werden. Ansonsten halt mit dem Fett zusammen ebenfalls bei Seite räumen.

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Den Sud abseihen, dass eventuell auch kleine Knochen und Splitter aufgefangen werden. Nun mit Essig, Salz und eventuell etwas Zucker abschmecken. Der Sud muss total würzig schmecken, sonst ist sie nach dem Gelieren zu fad.

Die Brühe über das geschnittene Fleisch gießen und fest werden lassen. Sollte dies nicht ganz gelingen, so die ganze Geschichte noch einmal erwärmen und Gelatine zugeben. Das Fett, das sich oben absetzt wird abgenommen und ebenfalls entsorgt.

Reste eignen sich durchaus zum Einfrieren. Zum Auftauen in einen Topf geben, erwärmen und dann wieder fest werden lassen.

 

Sülze

Kabeljau in Tomatensauce


Ich hinke mit meinen Rezepten ein bisschen hinterher, aber sie kommen peu à peu nach und ich hoffe, sie werden trotzdem noch gerne gelesen. Wir haben ja in der Vergangenheit immer den Brasilianischen Fischeintopf gekocht und diesen auch sehr gerne gehabt, aber dieses Rezept schlägt den Fischeintopf um Längen. Wir hatten am Karfreitag Gäste und ich wollte natürlich mal wieder mit was Neuem überraschen. Zufällig beim Durchsehen bei den Rezepten von Essen&Trinken fiel mein Blick auf dieses Rezept. Ich muss, für das was ich koche oder kochen möchte, immer irgendwie ein Gefühl entwickeln. Ich muss eine gewisse Vorstellung davon haben, wie das schmecken könnte… Ich hatte ein gutes Gefühl und mit dem Limettenreis fand ich das ganze Gericht wunderbar leicht und frisch. Der Fisch und die Tomatensoße passte auch wunderbar zu meiner Vorspeise, die aus einer fruchtig leichten Tomatensuppe mit Garnelenspieß bestand. Das Rezept stelle ich in den nächsten Tagen auch noch vor.

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Die Garzeit bei der Tomatensoße habe ich deutlich verlängert, da bin ich doch ein bisschen von den Italienern geprägt, die sowas einfach stundenlang kochen und es wird immer besser. Statt Seelachs habe ich Kabeljau genommen, erstens hatte der Fischhändler wunderschöne große Stücke dort liegen und ich mag ihn einfach lieber. Der Seelachs gehört ja zur Familie der Dorsche und der Kabeljau wird auch als Dorsch bezeichnet. Als Dorsch wird jedoch die Population bezeichnet, die in der Ostsee lebt. Er ist von Überfischung gefährdet und aber auch einer der wichtigsten Speisefische. Ich mag ihn einfach am liebsten und darum habe ich ihn auch gekauft. Er war von exzellenter Qualität und hat zu der Soße einfach hervorragend gepasst. Auch optisch ist das Gericht ein Hingucker und der Vorschlag als Beilage Limettenreis zu reichen, war einfach super. Das Rezept stelle ich auch noch separat ein. Ich versuche jetzt die Mengenangaben anzupassen, weil das Rezept für nur 2 Personen war. Ich finde Gewürze soll jeder nach seinem eigenen Empfinden verwenden und der eine mag mehr Oregano und mehr Cayennepfeffer.

Zutaten für 6 Portionen:

3 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
3 TL Zucker
3 TL Tomatenmark
1 Dose geschälte Tomaten
1 Pack. passierte Tomaten (mag ich für die Konsistenz)
Salz Pfeffer
1 1/2 TL getrockneter Oregano
1 kg Kabeljaufilet
6 EL Schlagsahne
Cayennepfeffer (ich hab stattdessen getrocknete Tomaten und Chilis in Öl genommen)
gehackte Petersilie (Schnittlauch)

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Zwiebel und Knoblauchzehen schälen, fein hacken und in dem heißem Olivenöl andünsten. Den Zucker darüberstreuen und karamellisieren lassen. Das Tomatenmark zugeben und kurz anrösten dann die Dose geschälte Tomaten mit dem Saft und die passierten Tomaten dazugeben. Salz, Pfeffer, getrocknetem Oregano und meine getrockneten Chilitomaten in Öl dazugeben und abschmecken und offen bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
Das Seelachsfilet ca. 3 cm groß würfeln, Stücke leicht salzen und pfeffern. Die Schlagsahne zur Sauce geben, mit Salz, etwas Cayennepfeffer und evtl. Zucker abschmecken. Fischstücke auf die Sauce setzen, zugedeckt bei milder Hitze 6–8 Min. gar ziehen lassen, die Fischstücke nach der Hälfte der Zeit wenden. Mit gehackter Petersilie (ich mag Petersilie nicht besonders, ich nehme immer Schnittlauch, der schmeckt auch besser) bestreut servieren.

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Linguine mit Flußkrebsschwänzen in Riesling-Sahne-Sauce


Uns war mal wieder nach Nudeln und da mir auf meinen Einkaufsbummel im Großmarkt die Flußkrebsschwänzchen ins Auge gestochen sind, dachte ich das wäre ein leckeres und schnelles Abendessen für uns. Wir lieben ja jegliches Krabbelgetier das aus dem Meer kommt und Flußkrebse stehen da ganz oben. Ich habe meinem Mann wieder nicht verraten was ich koche und der hat ganz schön große Augen gemacht, als er in den Backofen geguckt hat. Der Geschmack hat uns total überzeugt und wir werden das sicher sehr bald wieder genießen.

Zutaten für 4 Portionen:

250 g Flußkrebsschwänze (tiefgefroren oder vakuumiert)
250 g Linguine
250 g Schlagsahne
150 ml Riesling
2 Stengel Lauchzwiebeln
3 EL Öl zum anbraten
Salz
Pfeffer
1 TL Mondamin
ca. 80 g geriebener Parmesan oder Emmentaler
Fett für die Form

Zubereitung:

Bei tiefgefrorenen Flusskrebsschwänzen diese auftauen lassen. Lauchzwiebeln putzen, waschen, abtropfen lassen und in feine Ringe schneiden. Linguine in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung zubereiten. Flusskrebse abspülen und trocken tupfen. Fett in einer Pfanne erhitzen und die Flusskrebse darin leicht anbraten. Zum Schluss die Lauchzwiebelringe dazugeben und kurz mitdünsten. Mit Wein und Sahne ablöschen, aufkochen und 1-2 Minuten köcheln lassen. Sauce mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Mondamin mit Wein oder Sahne klümpchenfrei anrühren und in die Sauce geben. Die Nudeln abgießen und abtropfen lassen. 8 Muschelschalen oder eine Auflaufform fetten. Nudeln hineingeben, Soße darüber verteilen und mit Käse bestreuen. Unter dem vorgeheizten Grill ca. 5 Minuten gratinieren oder im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 225 °C/ Umluft: 200 °C/ Gas: Stufe 4) ca. 10 Minuten überbacken.

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